14 Oktober 2021

USA spenden weitere 17 Millionen Impfdosen an Afrika

Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson an die LĂ€nder der Afrikanischen Union (AU) spenden. Das kĂŒndigte US-PrĂ€sident Joe Biden am Donnerstag bei einem Treffen mit Kenias PrĂ€sident Uhuru Kenyatta in Washington an.

Die USA haben eigenen Angaben nach bereits 50 Millionen Impfdosen an die AU gespendet. Der Johnson-Impfstoff entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss – anders als etwa die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna – nicht zweimal gespritzt werden. “Alle 17 Millionen Dosen sind sofort verfĂŒgbar und werden in den kommenden Wochen ausgeliefert”, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki.

Insgesamt wurden in Afrika mehr als 8,4 Millionen Corona-FĂ€lle registriert, darunter 214 000 TodesfĂ€lle. Weniger als die HĂ€lfte der afrikanischen LĂ€nder, die Impfstoffe erhalten haben, haben nach WHO Angaben durchschnittlich rund zwei Prozent ihrer Bevölkerung vollstĂ€ndig geimpft. Neben dem fehlenden Impfstoff sind auch KapazitĂ€tsprobleme fĂŒr die geringen Impfraten in vielen LĂ€ndern verantwortlich.

Kenyatta bedankte sich bei Biden fĂŒr die Impfstoffspende. Es handelt sich um das erste persönliche Treffen von Biden und Kenyatta. Kenia sei ein starker Partner und spiele eine zentrale internationale Rolle – sei aber auch bei regionalen Fragen von grosser Bedeutung, hiess es vor dem Treffen von einer US-Regierungsbeamtin. “Dieses Treffen demonstriert wirklich eine neue Ära der Partnerschaft zwischen den USA und Afrika, die auf den GrundsĂ€tzen des gegenseitigen Respekts beruht.”

(text:sda/bild:beo)