25 Oktober 2021

USA-Reisen ab November möglich nach Impfung mit anerkannten Stoffen

Ab dem 8. November können AuslĂ€nder wieder in die USA einreisen, wenn sie mit international anerkannten PrĂ€paraten vollstĂ€ndig gegen das Coronavirus geimpft sind. Akzeptiert wĂŒrden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hĂ€tten, teilte das Weisse am Montag in Washington mit.

Dies gilt derzeit fĂŒr die PrĂ€parate von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac. Reisende mĂŒssten ihren Impfstatus der jeweiligen Airline nachweisen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen, hiess es weiter. Voraussetzung sei eine komplette Impfung gegen das Coronavirus.

Als vollstĂ€ndig geimpft gelten Menschen demnach mindestens zwei Wochen nach Erhalt ihrer letzten erforderlichen Spritze. Das Weisse Haus betonte, auch eine Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen werde hier akzeptiert – sofern die PrĂ€parate von der FDA oder der WHO zugelassen seien.

Es gelten nur wenige Ausnahmen von der Impfpflicht fĂŒr internationale Reisende, zum Beispiel fĂŒr Kinder oder Menschen, die aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht geimpft werden können. US-BĂŒrger sind ohnehin von den Impf-Vorgaben fĂŒr eine Einreise ausgenommen.

Reisende mĂŒssen laut US-Regierung generell zusĂ€tzlich zu ihrem Impf-Nachweis einen maximal drei Tage alten negativen Corona-Test vorlegen. Bei Ungeimpften, die unter die zulĂ€ssigen Ausnahmen fallen, darf der Test nicht Ă€lter als ein Tag sein. Die Fluggesellschaften mĂŒssten ausserdem Kontaktinformationen von Passagieren aufbewahren, damit sie nach eventuellen Corona-FĂ€llen benachrichtigt werden können, hiess es weiter.

Die Lockerungen kommen nach mehr als anderthalb Jahren eines weitgehenden Einreisestopps fĂŒr Menschen aus zahlreichen LĂ€ndern, darunter fĂŒr Einwohner der EU und Grossbritanniens. Der damalige US-PrĂ€sident Donald Trump hatte im MĂ€rz 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, einen Einreisestopp fĂŒr AuslĂ€nder aus weiten Teilen Europas angeordnet. Die Einreise aus dem Schengen-Raum, Grossbritannien und Irland wurde bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Auch fĂŒr AuslĂ€nder aus Indien, China, Brasilien, SĂŒdafrika und dem Iran verhĂ€ngten die USA wegen der Pandemie weitreichende Einreisesperren und hielten diese ĂŒber viele Monate rigoros aufrecht.

Die EU dagegen hatte ihre Mitgliedsstaaten bereits im Juni aufgefordert, BeschrĂ€nkungen fĂŒr Reisende aus den USA und mehreren anderen LĂ€ndern schrittweise aufzuheben. Deutschland erlaubte daraufhin wieder Einreisen unter anderem aus den USA, auch fĂŒr Urlauber. Das heisst, Amerikaner konnten ab dem 20. Juni wieder in Deutschland einreisen, wenn sie eine Impfung, eine ĂŒberstandene Covid-Erkrankung oder einen negativen Covid-Test nachweisen konnten.

Deutschland und andere EU-Staaten hatten sich im Gegenzug von Washington ebenfalls eine Lockerung erhofft, mussten darauf jedoch lange warten. Das sorgte bei EuropĂ€ern fĂŒr einigen Frust. Die weitgehende Einreisesperre trennte bislang nicht nur Familien und Freunde. Sie plagte auch die GeschĂ€ftswelt und den Tourismus.

Im September hatte die US-Regierung schliesslich in Aussicht gestellt, ab Anfang November wieder im grossen Stil internationale Reisende ins Land zu lassen, sofern sie geimpft sind. Viele Details hatte das Weisse Haus aber zunÀchst offen gelassen. Die wurden nun nachgeliefert.

(text:sda/bild:unsplash)