20 Mai 2022

Unwetter trifft Deutschland: Dutzende Verletzte

Gewitter, Starkregen und Orkanböen haben in Teilen Deutschlands schwere SchĂ€den verursacht. ZunĂ€chst traf es vor allem Nordrhein-Westfalen: Im Raum Paderborn wurden am Freitag bei heftigem Unwetter nach Polizeiangaben 30 bis 40 Menschen verletzt, davon mindestens zehn schwer. Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) gingen mehrere Meldungen ĂŒber mutmassliche Tornados ein, sagte ein DWD-Sprecher. Diese Meldungen mĂŒssten aber noch ĂŒberprĂŒft werden. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gab es EinschrĂ€nkungen.

„Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag eine Schneise der VerwĂŒstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen“, teilte die Polizei am frĂŒhen Abend mit. Die Beamten berichteten von MillionenschĂ€den. Nach dem Unwetter schaufelten geschockte Mieter in Paderborn am Abend Ziegel ihrer zerstörten DĂ€cher in MĂŒlltonnen. In einem Gewerbegebiet seien DĂ€cher von Hallen abgerissen worden und Bleche und DĂ€mmung kilometerweit geflogen, berichtete die Polizei.

Auch im etwa 35 Kilometer entfernten Lippstadt meldete die Feuerwehr einen mutmasslichen Tornado, der schwere SchĂ€den angerichtet habe. Es habe zerstörte DĂ€cher und umgestĂŒrzte BĂ€ume im gesamten Stadtgebiet gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Fensterscheiben platzten und Autos wurden durch herabfallende Äste zerstört.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet fĂŒr die Nacht zum Samstag im SĂŒden noch mit teils unwetterartigen Gewittern. Sonst sollen die Gewitter Richtung Polen abziehen, das Wetter sich von Westen beruhigen. Am Samstag könnte es dann im Nordosten noch ganz vereinzelt kurze Gewitter mit stĂŒrmischen Böen geben, die am Nachmittag nachlassen.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)