29 Januar 2021

Unwetter st√ľrzen 120 000 Vertriebene in Syrien in Not

Im Nordwesten Syriens haben Unwetter fast 22 000 Zelte von Vertriebenen besch√§digt oder zerst√∂rt. Ein Kind sei ums Leben gekommen und insgesamt 120 000 Menschen seien betroffen, berichtete das UN-Nothilfeb√ľro (OCHA) am Freitag in Genf.

Viele Familien hätten ihre wenigen Habseligkeiten und Nahrungsmittelvorräte verloren, es herrschten Temperaturen von teils unter Null Grad. Viele Strassen seien beschädigt und humanitäre Helfer könnten die Menschen nur schwer erreichen, hiess es weiter.

Von den 49 Millionen Dollar (40,4 Millionen Euro), die die Vereinten Nationen zur Unterst√ľtzung dieser Menschen √ľber den Winter veranschlagt hatten, sei weniger als die H√§lfte eingegangen.

In der Region um Idlib und anderen Teilen Nordwestsyriens leben nach Angaben von OCHA 2,7 Millionen Vertriebene. 1,6 Millionen sind demnach in mehr als 1 300 Lagern untergebracht oder leben in selbstgebauten Unterständen am Wegesrand.

In dem fast zehnj√§hrigen B√ľrgerkrieg wurden nach Angaben von OCHA rund zw√∂lf Millionen Menschen vertrieben, mehr als die H√§lfte der Bev√∂lkerung. „Es ist die gr√∂sste Vertreibung dieses Jahrhunderts“, sagte der stellvertretende Koordinator f√ľr humanit√§re Hilfe, Mark Cutts.

„Aber es geht nicht nur um die Zahlen, sondern um den Umfang des Leids. Die Krise wird mit andauernden K√§mpfen und Vertreibungen, verbunden mit der schlimmsten Wirtschaftskrise und der Verbreitung des Coronavirus sowie jetzt √úberschwemmungen und Temperaturen am Gefrierpunkt schlimmer und schlimmer.“

(SDA)

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