23 Februar 2021

├ťberarbeitung des kantonalen Bauinventars ist auf Kurs

Die Revision des Bauinventars im Kanton Bern hat einen wichtigen Zwischenschritt geschafft. Ende 2020 konnte die Denkmalpflege die ├ťberpr├╝fung der rund 25’000 erhaltenswerten Bauten abschliessen. Im 2016 hat der Grosse Rat beschlossen, dass es es eine Obergrenze an solchen sch├╝tzens- und erhaltenswerte Bauten geben soll. Damals betrug der Anteil an solchen Bauten 10% der gesamten Bauten im Kanton Bern. Das Gesetz wurde so angepasst, dass innerhalb von 5 Jahren dieser Anteil auf maximal 7% sinken soll und ab dann so tief bleiben muss.

Um dies zu erreichen hat die Denkmalpflege seine Kriterien f├╝r einen erhaltenswerten Bau angepasst und versch├Ąrft. Dies hatte zur Folge, dass nun in einem n├Ąchsten Schritt rund 11’000 Objekte aus diesem Denkmal-Inventar zu entlassen. Tatiana Lori vom Denkmalschutz betont in ihrer Pr├Ąsentation an der Medienkonferenz aber: „Bei diesen Objekten handelt es sich nicht um Bauten, die aus denkmalpflegerischer Sicht keinen Wert haben, sondern um Bauten, die im kantonalen Quervergleich dem strengeren Massstab nicht standhielten. Sie bleiben Teil des baukulturellen Erbes unseres Kantons und wir w├╝nschen uns, dass ihnen weiterhin Sorge getragen wird.“

Diese Bauten, die den Cut nicht mehr schafften, werden in Zukunft nicht mehr von der Denkmalpflege unterst├╝tzt in Sachen Bauberatung oder Baubegleitung, doch bleiben sie weiterhin wichtige Partner f├╝r Fragen der Baukultur.

Die Revision umfasst neben der Reduktion der Objekte auch die Nachf├╝hrung des Bauinventars. Dazu hat die Denkmalpflege zwischen 1960 und 1990 errichtete Bauten ├╝berpr├╝ft und herausragende Objekte ins Inventar aufgenommen. Auch f├╝r die Neuaufnahmen galt der nun strengere Massstab.

Jetzt wo die ├ťberpr├╝fung der Objekte abgeschlossen ist, geht es nun darum die rechtliche Umsetzung in die Wege zu leiten. Dazu geh├Ârt, die Stellungnahme durch die Gemeinden, die ├Âffentlche Einsichtnahme und die Verf├╝gung mit Beschwerdefrist. Das Gesamtprojekt zur ├ťberarbeitung des Bauinventars geht nun in die Schlussphase, kann voraussichtlich bis Ende 2023 abgeschlossen werden und somit den Zeitplan einhalten.