20 Dezember 2021

UBS legt gegen das französische Gerichtsurteil Berufung ein

Die Grossbank UBS zieht das Gerichtsurteil im Steuerstreit mit Frankreich weiter. Sie hat beim französischen Kassationsgerichtshof Berufung gegen die vor einer Woche ergangene Entscheidung des Berufungsgerichts eingelegt, teilte die Bank am Montagabend mit.

Die UBS war am vergangenen Montag auch in zweiter Instanz vom Berufungsgericht wegen unerlaubter GeldgeschĂ€fte und der Beihilfe zur GeldwĂ€sche schuldig gesprochen worden. Der „Cour d’appel“ in Paris verlangt eine Zahlung von insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Darin enthalten ist eine Busse in der Höhe von 3,75 Millionen, die Einziehung von einer Milliarde und eine zivilrechtliche Schadenersatzzahlung von 800 Millionen Euro.

Die Berufung wurde innerhalb der gesetzlichen Frist von fĂŒnf Tagen eingereicht, erklĂ€rte die UBS nun. Der Schritt geschehe, um die Rechte der UBS AG zu wahren. Der Schritt erlaube es der Bank zudem, das Urteil des Berufungsgerichts genau zu analysieren, um „im besten Interesse der Stakeholder“ das weitere Vorgehen festzulegen.

Die UBS war in der „ersten Runde“ noch zu einer deutlich höheren Strafe verdonnert worden. Das Pariser Strafgericht hatte die Bank im Februar 2019 zu einer Zahlung von insgesamt 4,5 Milliarden Euro verurteilt.

(text:sda/bild:unsplash)