25 Mai 2021

Rund 350 Menschen standen auf Mount Everest

Rund 350 Menschen sind in diesem Fr├╝hjahr schon auf dem h├Âchsten Berg der Erde gestanden. Rund 200 von ihnen seien w├Ąhrend des guten Wetterfensters am Sonntag oder Montag oben auf dem Mount Everest angekommen, sagte die Chefin der nepalesischen Tourismusbeh├Ârde Mira Acharya der Deutschen Presse-Agentur. Die genauen Zahlen st├╝nden erst sp├Ąter fest, nachdem jeder Aufstieg gepr├╝ft sei. Da ganz oben in der sogenannten Todeszone, wo der menschliche K├Ârper abbaut, kein Beh├Ârdenmitarbeiter st├Ąndig auf Ank├Âmmlinge warten kann, m├╝ssten Bergsteiger ihren Aufstieg stattdessen mit einem Ganzk├Ârperfoto von sich auf dem Gipfel beweisen. Ausserdem m├╝ssten der Leiter der Bergsteigergruppe sowie ein Beh├Ârdenmitarbeiter im Basislager den Aufstieg zertifizieren.

Gleichzeitig haben inzwischen einige Expeditionsfirmen ihre Everest-Touren abgesagt. Eine davon ist die ├Âsterreichische „Furtenbach Adventures“. „Alle Teams haben Covid-F├Ąlle. Einige wirklich viele. Und die meisten testen nicht oder haben aufgeh├Ârt zu testen“, sagte Lukas Furtenbach der dpa. „Das Risiko, dass Menschen glauben, dass es ihnen gut geht, sie dann in h├Âhere Lager vordringen und dort symptomatisch werden, wird ein grosses Problem sein.“ Und: „Ich kann das Risiko nicht eingehen, dass einer unserer Sherpas oder Klienten dort oben sterben wird.“ Trotz strikter Hygiene-Regeln und Corona-Sicherheitsmassnahmen h├Ątte es bei ihnen schon Corona-F├Ąlle gegeben. Und die US-Firma „Mountain Trip“ erkl├Ąrte ihr Saisonende auf Facebook auch noch mit einem m├Âglichen Stau auf dem Mount Everest – wie es einen solchen schon im Fr├╝hjahr 2019 gegeben hat.

Nepal erlebt derzeit wie sein grosses Nachbarland Indien eine schlimme Corona-Welle. Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff gehen aus. Doch die Beh├Ârden des armen Landes im Himalaya verneinen derzeit Berichte, wonach es einen gr├Âsseren Corona-Ausbruch auf dem Mount Everest gebe. Das Geld der ausl├Ąndischen Abenteurer ist f├╝r das Land wichtig. Nur schon f├╝r die Genehmigung, den Berg besteigen zu d├╝rfen, m├╝ssen sie jeweils 11 000 Dollar (9000 Euro) bezahlen. Nepal hat dieses Jahr 408 ausl├Ąndischen Bergsteigerinnen und Bergsteigern eine solche ausgestellt.

Der Mount Everest steht auf der Grenze zwischen Nepal und China – und auch von der chinesischen Seite aus ist das Besteigen m├Âglich. China hatte k├╝rzlich wegen Corona allerdings die Saison abgesagt – auch wenn das Land die Pandemie derzeit gut unter Kontrolle hat.

(text:sda/bild:unsplash)