31 Januar 2021

Tiefe Positivitätsrate bei Nachtests in St. Moritzer Hotels

Die Corona-Positivitätsrate beim Personal der Bündner Hotels in St. Moritz und Celerina sowie der Ski- und Schneesportschulen im Oberengadin ist tiefer als in der Gesamtbevölkerung. Das zeigen Tests im Nachgang zur Häufung von Ansteckungen in zwei Fünf-Sterne-Hotels in St. Moritz.

Die erweiterte Untersuchung habe bei 1923 Personen lediglich 15 positive Testresultate gezeigt, teilte die Standeskanzlei Graubünden am Sonntag mit. Keine der positiv getesteten Personen habe Krankheitssymptome verspürt. Sie wussten demnach auch nicht, dass sie andere Menschen anstecken könnten. Alle begaben sich umgehend in Isolation.

Der Nachtest wurde als Sicherheitsmassnahme durchgefĂĽhrt, nachdem vergangene Woche bei Routinetests eine Häufung von Ansteckungen in den beiden FĂĽnf-Sterne-Häusern „Badrutt’s Palace“ und „Kempinski“ aufgefallen war. Bei den Mitarbeitenden und Gästen dieser Hotels betrug die Infektionsrate vier Prozent. Insgesamt wurden 53 Virusinfektionen festgestellt, 31 davon betrafen die sĂĽdafrikanische Variante des mutierten Coronavirus.

Zwei Tage danach wurde in St. Moritz ein Flächentest für die gesamte Bevölkerung durchgeführt. Dabei fiel ein Prozent der Tests positiv aus.

Mit den abschliessenden Tests in den Hotels und unter den Ski- und Schneesportlehrerinnen und -lehrer am Montag und Dienstag wurden die Testaktionen beendet. Insgesamt wurden 5655 Tests durchgefĂĽhrt. Laut der Mitteilung konnten 82 Infektionsketten unterbrochen werden, davon 34 mit Virusmutationen.