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Thun: Zustimmung bei Wohnungsneubau Pestalozzistrasse

Die Thuner Bevölkerung befürwortet im Grundsatz den Wohnungsneubau der Bau- & Wohngenossenschaft (BWG) Nünenen. Das zeigte die Mitwirkung zur neuen Überbauungsordnung und zum Zonenplan.

Zwei Eingaben fordern die Festsetzung eines Anteils für gemeinnützigen Wohnungsbau von einem Drittel bzw. von 100 Prozent. Dies ist aus Sicht der Stadt und der Burgergemeinde als Landeigentümerin nicht im Rahmen der UeO festzulegen. Der Forderung wird aber mit dem langfristigen Baurechtsvertrag mit der BWG Nünenen entsprochen. Das Areal soll auch langfristig für den genossenschaftlichen Wohnungsbau gesichert bleiben. Die Erneuerung und Stärkung der Wohnbaugenossenschaften ist ein wichtiges Ziel der städtischen Wohnstrategie 2030.

Bereits weitgehend Teil der Planung der BWG Nünenen ist ein in der Mitwirkung gefordertes Betriebskonzept für die Mobilität. Die UeO wird entsprechend präzisiert. Mit dem ersten Baugesuch für den Ersatzneubau an der Pestalozzistrasse Nr. 95 ist ein Konzept vorzulegen, das Massnahmen zur Förderung umweltfreundlicher und nachhaltiger Verkehrsmittel aufzeigt. In einer Mitwirkungseingabe wird ein Energie-Mindeststandard gefordert. Dies kann nicht im Rahmen der UeO festgeschrieben werden, sondern ist Gegenstand des Baurechtsvertrags zwischen der Burgergemeinde und der BWG Nünenen.

Die Zonenplanänderung wird nun dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Anschliessend erfolgt die öffentliche Planauflage. Voraussichtlich Mitte 2021 befindet der Thuner Stadtrat über die Zonenplanänderung. Der Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum. Sofern keine Verzögerungen auftreten, liegt im Herbst 2021 die rechtsgültige Planung vor. Anschliessend erfolgt das Baubewilligungsverfahren und im Jahr 2023 könnte der Ersatzneubau realisiert sein.