2 Juli 2021

Thun: Stadt verabschiedet neue GebÀudeenergiestrategie und ist auf Goldkurs

Die Stadt Thun hat ihre GebÀudeenergiestrategie revidiert und nimmt mit den neuen Standards ihre Vorbildrolle im Energie- und Klimabereich wahr. Gleichzeitig ist die neue GebÀudeenergiestrategie eine wichtige Massnahme zur Erreichung des Labels Energiestadt Gold. Die Stadt ist auf gutem Weg, wie die Zwischenbilanz zeigt.

Die Stadt Thun besitzt seit 2010 das Label Energiestadt und setzt sich kontinuierlich fĂŒr eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und eine umweltvertrĂ€gliche MobilitĂ€t ein. FĂŒr das nĂ€chste Re-Audit im Jahr 2023 hat sich der Gemeinderat das (Legislatur-)Ziel Energiestadt Gold gesetzt und möchte damit auch ein Zeichen fĂŒr sein intensiviertes Engagement setzen. FĂŒr das Goldlabel muss die Stadt Thun mindestens 75 Prozent der fĂŒr sie möglichen Massnahmen umgesetzt haben. Eine Zwischenbilanz zeigt, dass sich die Stadt deutlich verbessert hat und bereits bei gut 70 Prozent liegt. «Jetzt gilt es, das Tempo der eingeschlagenen Projekte fortzusetzen, um die restlichen Punkte bis 2023 zu holen», so GemeinderĂ€tin Andrea de Meuron.

Ein wichtiges Handlungsfeld, das im Energiestadtprozess beurteilt wird, ist der Umgang mit den stĂ€dtischen Bauten und Anlagen. In den vergangenen Monaten hat die Stadt Thun ihre GebĂ€udeenergiestrategie aus dem Jahr 2010 ĂŒberarbeitet. Ende Juni hat der Gemeinderat die neue GebĂ€udeenergiestrategie 2021 verabschiedet. Sie dient als Leitfaden fĂŒr den vorbildlichen energetischen Umgang mit stĂ€dtischen Liegenschaften und stĂ€dtischem Grundeigentum. Mit der revidierten Strategie wird der aktuelle GebĂ€udestandard 2019 von Energiestadt fĂŒr Sanierungsprojekte und Neubauten als verbindlich erklĂ€rt. Auch die Bewirtschaftung der stĂ€dtischen Immobilien richtet sich neu nach dessen Leitlinien.

ErgĂ€nzend sollen zudem grössere Bauvorhaben im Zusammenhang mit Wohn-, Verwaltungs- und BildungsgebĂ€uden nach dem umfassenden Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS bewertetet werden. Damit wird auch einem parlamentarischen Vorstoss (Postulat P9/2016) Rechnung getragen. Die neue GebĂ€udeenergiestrategie definiert auch energetische und ökologische Anforderungen fĂŒr kĂŒnftige Baurechtnehmer der Stadt Thun und legt einen einheitlichen Umgang mit Photovoltaikanlagen fest. Durch die konsequente Anwendung des GebĂ€udestandards sollen der Energiebedarf der stĂ€dtischen GebĂ€ude weiter gesenkt, der Anteil an erneuerbaren Energien gesteigert und ein angenehmes Stadtklima gefördert werden.

Damit das Ziel Energiestadt Gold erreicht werden kann, ist die ganze Verwaltung, resp. die gesamte Bevölkerung der Stadt Thun gefragt. Zentral ist dabei auch die Erarbeitung der Klimastrategie. Diese soll in einem partizipativen und mit Smart City gekoppelten Prozess erarbeitet werden. Weitere Meilensteine fĂŒr die Zielerreichung Energiestadt Gold sowie auf dem Weg zu Netto-Null 2050 sind der Aufbau eines Förderprogramms Energie, die Erarbeitung einer BiodiversitĂ€tsstrategie und die Überarbeitung des kommunalen Richtplans Energie. Der Energiestadt-Prozess bildet ein wichtiges Fundament fĂŒr die Stadt Thun zur Erreichung ihrer Klimaziele.

(text:pd/bild:beo)