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Thun: Stadt unterstützt Wirtschaft mit weiteren Massnahmen

Die Folgen der Corona-Pandemie sind einschneidend für die Wirtschaft. Vor allem der Lockdown hatte für viele Betriebe grosse Umsatzeinbussen zur Folge. Der Gemeinderat unterstützt Betroffene mit Mietzinserlassen und reduzierten Gebühren.

Bereits im März 2020 beschloss der Gemeinderat infolge der Corona-Pandemie ein Massnahmenpaket zur Unterstützung der Thuner Wirtschaft. Zentrale Massnahme war der Solidaritätsbeitrag in der Höhe von 2 Millionen Franken, den der Stadtrat im Mai genehmigte. Auf Gesuch hin stundete die Stadt zudem Miet-, Pacht- und Baurechtszinse für maximal drei Monate. In den vergangenen Wochen gingen bei der Stadt Thun diverse weitere Anträge zu verschiedenen Themen ein. Der Gemeinderat ist sich der schwierigen Situation für die Wirtschaft bewusst und prüfte die Anträge sorgfältig unter Abwägung diverser Faktoren. Er hat weitere Massnahmen beschlossen, um insbesondere Betriebe aus der Gastro-, Event- und anderen stark betroffenen Branchen zu unterstützen.

Stadt stundet oder erlässt Mietzins für betroffene Betriebe Vom Lockdown waren in diesem Frühling auch Betriebe betroffen, die bei der Stadt Thun als Mieter, Pächter oder Baurechtnehmer auftreten. Etwas mehr als 20 Betriebe aus der Gastro- und anderen Gewerbebranchen wandten sich an die Stadt Thun mit Anträgen für Stundungen oder Mietzinserlasse. Direkt betroffene Betriebe wie Restaurants, Bars, Sport- und Tanzstudios, die ein Gesuch eingereicht haben, erhalten für die Zeit vom 16. März bis zum 10. Mai 2020 einen Erlass in der Höhe von zwei Netto-Monatsmietzinsen. Indirekt betroffene Betriebe (Reisebranche, Werkstätten, Ateliers, Lebensmittelläden), die mit Umsatzbeinbussen konfrontiert waren und ein Gesuch einreichten, erhalten für denselben Zeitraum eine Netto-Mietzinsreduktion von 60 Prozent. Insgesamt beläuft sich der Betrag der Mietzinserlasse und -reduktionen auf rund 160’000 Franken.

Zudem behandelt der zuständige Ausschuss Gesuche für den COVID-19-Solidaritätsbeitrag bis Ende Dezember 2020. Damit die Anträge bis dahin bearbeitet werden können, sind sie bis zum 15. November einzureichen.