26 August 2021

Thun: Stadt ist wenig von geplanter Investitionspriorisierung des Kantons betroffen

Um dem Investitionsmehrbedarf der kommenden Jahre zu begegnen, hat der Regierungsrat eine Priorisierung der geplanten Hochbauprojekte erarbeitet. Die Priorisierung bedingt Verzichte und namhafte Verschiebungen gegen├╝ber der heutigen Investitionsplanung.

Davon betroffen sind im Bereich der Schulen unter anderem der Neubau medizinische Forschung und Ersatzneubau zahnmedizinische Kliniken. Diese Projekte werden langfristig verschoben oder es wird m├Âglicherweise ganz auch die Projekte verzichtet. In Thun soll die Instandsetzung des Gymnasiums sowie der Neubau der Turnhalle hingegen plangem├Ąss erfolgen.

Neben den Schulen ist auch der Justizvollzug von der Priorisierung betroffen. Dazu geh├Ârt auch das Regionalgef├Ąngnis Thun, bei welchem die Sanierung um 2 Jahre verschoben werden soll. Dies betreffe bauliche Massnahmen, welche Abl├Ąufe vereinfachen w├╝rden, wie Philippe M├╝ller, Sicherheitsdirektor des Kantons Bern, gegen├╝ber Radio BeO erkl├Ąrt. Die Verschiebung k├Ânne aber mit personellen Ressourcen ├╝berbr├╝ckt werden.

Trotz der Priorisierung resultiert ├╝ber die gesamte zehnj├Ąhrige Planungsperiode (2022ÔÇô2031) auch nach der Priorisierung der Hochbauprojekte eine theoretische Neuverschuldung aus der Umsetzung der Investitionsvorhaben von CHF 500 Millionen.

Bei der Priorisierung der Hochbauinvestitionen kam der Regierungsrat aber zum Schluss, dass eine Neuverschuldung zur Realisierung von Hochbauprojekten im Sinne einer ├╝bergeordneten finanz- und wirtschaftspolitischen Interessensabw├Ągung vertretbar erscheint. Dies vor dem Hintergrund, dass viele Investitionsvorhaben f├╝r die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Kantons von strategischer Bedeutung sind. Zudem ist der Regierungsrat ├╝berzeugt, dass von der Realisierung der Hochbauprojekte wichtige volkswirtschaftliche Impulse ausgehen werden.

Nach der parlamentarischen Beratung des Priorisierungsvorschlags des Regierungsrates anl├Ąsslich der Wintersession 2021 kann im Investitionsbereich die n├Âtige Planungssicherheit wiederhergestellt werden.

(text:pd&chl/bild:pom.be)