31 Oktober 2023

Tesla ├╝berzeugt kalifornische Geschworene in „Autopilot“-Prozess

Tesla hat sich in einem US-Prozess um die Rolle seines Assistenzsystems „Autopilot“ bei einem t├Âdlichen Unfall durchgesetzt. Der von Elon Musk gef├╝hrte Autobauer konnte die Geschworenen im kalifornischen Riverside davon ├╝berzeugen, dass „Autopilot“ nicht f├╝r den Unfall verantwortlich gemacht werden kann, wie der Finanzdienst Bloomberg am Dienstag aus dem Gericht berichtete.

Der Tesla eines 37-j├Ąhrigen Fahrers, der mit seiner Verlobten und deren Sohn unterwegs war, kam 2019 auf einem Highway in S├╝dkalifornien von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und ging in Flammen auf. Der Fahrer kam ums Leben, die Verlobte und ihr Sohn ├╝berlebten verletzt.

In der Klage warfen Hinterbliebene Tesla vor, dass „Autopilot“ f├╝r den Unfall verantwortlich gewesen sei. Sie argumentierten auch, dass der Konzern von Schw├Ąchen des Systems gewusst und den Besitzern ein falsches Gef├╝hl der Sicherheit gegeben habe.

Tesla verwies unter anderem darauf, dass Fahrer bei Nutzung des „Autopilot“-Systems die Verkehrslage im Blick behalten sollen und jederzeit bereit sein m├╝ssten, die Kontrolle zu ├╝bernehmen. Auch gebe es keinen festen Beleg, dass das „Autopilot“-System vor dem Unfall aktiviert gewesen sei.

Tesla-Fahrzeuge zeichnen eine Vielzahl von Daten auf, die oft bei Untersuchungen zum Hergang von Zwischenf├Ąllen hilfreich sind. Allerdings sind diese Informationen nach Unf├Ąllen etwa mit Br├Ąnden manchmal nicht mehr verf├╝gbar.

Das „Autopilot“-System ist umstritten. W├Ąhrend Musk und Tesla betonen, dass es die Fahrzeuge sicherer mache, gab es eine Reihe von Unf├Ąllen, die auch US-Regulierungsbeh├Ârden auf den Plan riefen. Dazu geh├Ârt eine Serie von Zwischenf├Ąllen, bei denen Teslas auf am Strassenrand stehende Rettungsfahrzeuge mit eingeschalteten Warnblinkern auffuhren. Es gibt noch weitere Klagen im Zusammenhang mit Unf├Ąllen, die voraussichtlich im kommenden Jahr zur Verhandlung kommen sollen.

(text:sda/bild:keystone)