4 Juni 2021

Swatch-Tochter Nivarox ist Gegenstand einer Weko-Voruntersuchung

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat gegen die zur Swatch-Gruppe gehörende Nivarox eine Voruntersuchung eingeleitet. GeklĂ€rt werden soll der Verdacht, Nivarox habe die dominierende Marktposition als Zulieferer von Komponenten fĂŒr mechanische Uhrwerke missbraucht.

Swatch bestĂ€tigte gegenĂŒber der Nachrichtenagentur AWP einen entsprechenden Artikel der Westschweizer Tageszeitung „Le Temps“ (Ausgabe vom 4.6.21). Man habe von der Weko eine Meldung hinsichtlich einer entsprechenden Voruntersuchung erhalten, hiess es.

Nivarox habe einerseits die bestellbaren Mengen eingeschrÀnkt und andererseits die Preise ungerechtfertigterweise erhöht, so der Vorwurf an die Swatch-Tochter laut der Zeitung, welche sich dabei auf einen Sprecher der Weko bezieht.

Die Voruntersuchung soll auch zeigen, ob Nivarox allenfalls gegen das Kartellrecht verstossen habe. Weiter klÀre die Weko die ProduktionskapazitÀten von Nivarox und die aktuelle Marktposition ab.

Nivarox beschĂ€ftigt ĂŒber 1000 Mitarbeiter in verschiedenen Werken im Jura. Laut den letzten fĂŒr die Weko verfĂŒgbaren Zahlen aus dem Jahr 2010 habe der Marktanteil von Nivarox als Zulieferer von Uhrwerk-Komponenten ĂŒber 90 Prozent betragen.

Erst im vergangenen Sommer hatte die Weko eine Untersuchung gegen die Swatch-Tochter ETA abgeschlossen, wobei der Markt der Zulieferer genauer unter die Lupe genommen wurde. Die Weko kam damals laut „Le Temps“ zum Schluss, dass es fĂŒnf bis acht Jahre brĂ€uchte, um die KapazitĂ€ten von Nivarox zu ersetzen.

(text:sda/bild:pixabay)