3 MĂ€rz 2021

Steigende Coronazahlen – griechische Privatkliniken mĂŒssen helfen

Wegen der weiterhin steigenden Corona-Zahlen im Grossraum Athen wird die griechische Regierung Privatkliniken zur UnterstĂŒtzung verpflichten. Das teilte am Mittwoch der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias im Staatsfernsehen mit. Ein entsprechendes Notfallgesetz hatte die Regierung bereits letztes Jahr verabschiedet. Am Mittwoch hatte die griechische Gesundheitsbehörde binnen 24 Stunden 2702 Corona-Neuinfektionen und damit den bisherigen Höchstwert in diesem Jahr registriert.

Die Neuaufnahmen in den KrankenhĂ€usern seien ebenfalls nochmal gestiegen – das Gesundheitssystem liege damit vor allem im Grossraum Athen nicht mehr im roten, sondern im tiefroten Bereich, sagte Kikilias. Nicht-Covid-Patienten sollen deshalb auf Privatkliniken und MilitĂ€rkrankenhĂ€user verteilt werden. Aktuell werden nach Regierungsangaben in den Intensivstationen der Hauptstadt 431 Patienten beatmet, weitere 1528 Corona-Kranke belegten normale Krankenhausbetten.

Die Regierung hat die Lockdown-Massnahmen wegen der Entwicklung landesweit ab Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr und bis zum 16. MĂ€rz nochmals verschĂ€rft. So wurde der Bewegungskreis fĂŒr EinkĂ€ufe auf zwei Kilometer beziehungsweise die eigene Gemeinde eingegrenzt. Wer sich körperlich betĂ€tigen will, muss ebenfalls in der NĂ€he seines Wohnsitzes bleiben und darf nicht mehr mit dem Auto etwa zum Joggen an einen weiter entfernten Strand oder Park fahren. ÜberprĂŒft werden diese Massnahmen anhand einer entsprechenden SMS, die die BĂŒrger an den Zivilschutz schicken mĂŒssen, bevor sie das Haus verlassen.

Die Zahl der Neuinfektionen in Griechenland ist im europÀischen Vergleich weiterhin recht niedrig; allerdings hat das Gesundheitssystem unter der jahrelangen finanziellen Krise des Landes stark gelitten und gerÀt wegen Corona immer wieder an seine Grenzen.

(SDA/Bild: Unsplash)