19 MĂ€rz 2021

Steffisburg: Auf leerem Bauland schöpft die Gemeinde den Mehrwert ab

Steffisburg will dichter bauen – Reglemente schrĂ€nken dies aber teilweise ein. Zum Beispiel die AusnĂŒtzungsziffer, die das Bauvolumen  fĂŒr GrundstĂŒcke beschrĂ€nkt. Die AusnĂŒtzungsziffer hat Steffisburg im revidierten Baureglement in Normbauzonen abgeschafft. Das hĂ€tte bedeutet, dass viele Steffisburger GrundstĂŒcke mehr Wert bekommen hĂ€tten und die Gemeinde auf diesen nun den Mehrwert hĂ€tte abschöpfen mĂŒssen. Das hĂ€tte viel Aufwand und wenig finanziellen Ertrag bedeutet. Das Parlament hat sich im letzten Jahr dagegen ausgesprochen: Stichwort Fairness. Der Gemeinerat hat diese Thematik nun nochmals angeschaut und dem Parlament nochmals vorgelegt.

Nun schöpft die Gemeinde den Mehrwert nur auf unbebauten FlĂ€chen, dies, weil die Aufzonung hier nicht nur theoretisch und im Kleinen, sondern im Grossen und tatsĂ€chlich passiert, wie GemeindeprĂ€sident JĂŒrg Marti im Steffisburger Parlament argumentiert. Rund 60 unbebaute Baulandparzellen wĂŒrde die nun angenommene Mehrwertabgabe am Schluss betreffen – grob könne die Gemeinde bei eventuellen Bauten auf den Parzellen mit Abgaben im Rahmen von 1.6 Millionen Franken rechnen, heisst es von der Gemeinde. Dies aber nur wenn der neue Baurahmen auch tatsĂ€chlich ausgefĂŒllt wird. Das Parlament folgte dem Vorschlag des Gemeinderats und nahm die Teilrevision des Reglements ĂŒber die Mehrwertabgabe mit 29 zu 1 Stimmen an.

(bild&text: og)