16 Februar 2021

Steffisburg: 14 Millionen Franken fĂŒr Hochwasserschutz

Am Sonntag, den 7. MĂ€rz 2021, kommt es in der Gemeinde Steffisburg zu einer Abstimmung. Die Steffisburger Bevölkerung stimmt an diesem Tag ĂŒber den Hochwasserschutz und die LĂ€ngsvernetzung der Zulg ab.

Die Zulg, als wilder und stark geschiebe- und holzfĂŒhrender Gebirgsfluss aus dem Eriz kommend, durchfliesst das Siedlungsgebiet von Steffisburg, bevor sie bei Heimberg in die Aare mĂŒndet. Das umfangreiche Schwemmholzaufkommen bei Hochwasser wirkt sich bis in die Stadt Bern aus. Im Jahr 2009 wurde die Gefahrenkarte fĂŒr die Gemeinde Steffisburg ausgearbeitet. Diese zeigt, wo die von der Zulg ausgehenden Hochwassergefahrengebiete liegen. Was in der Gefahrenkarte aufgezeigt wird, hat sich bei den Hochwasserereignissen in den Jahren 2012 und 2015 bestĂ€tigt. Bei beiden Ereignissen wurde das Gebiet Zulg/Höchhusweg ĂŒberschwemmt und es entstand grössere SachschĂ€den. Verschiedene Bereiche in diesem Gebiet liegen in der roten Gefahrenzone.

Das Projekt ist sehr umfangreiche und umfasst unter anderem einen Holzrechen im Zulgboden fĂŒr den RĂŒckhalt von Schwemmholz, die Ufererhöhung beim Werkhof und der Post oder auch die biologische LĂ€ngsvernetzung Gummsteg bis EisenbahnbrĂŒcke unterhalb der Bernstrasse.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Kanton und Bund ausgearbeitet. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf 13’850’000 Franken. Davon muss die Gemeinde Steffisburg 3’856’000 Franken selber tragen.

Das Steffisburger Stimmvolk muss am 7. MĂ€rz den vollen Betrag von knapp 14 Millonen Franken bewilligen. Das Bauvorhaben wird jedoch erst ausgefĂŒhrt, wenn die gestellten BeitrĂ€ge von Bund und Kanton verbindlich zugesichert sind.