17 Juni 2022

Starker Anstieg bei psychischen Krankheiten durch Corona

Die Corona-Pandemie hat zu einem starken Anstieg einiger psychischer Krankheiten gef├╝hrt. Die F├Ąlle von Depressionen und Angstst├Ârungen seien weltweit allein im ersten Pandemiejahr um 25 Prozent gestiegen.

Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag bei Vorlage ihres neuen Berichts ├╝ber Mentale Gesundheit. Fast eine Milliarde Menschen weltweit leben nach WHO-Angaben mit einer psychischen Krankheit.

Die Zahl bezieht sich auf 2019, vor der Corona-Pandemie. Fast jeder achte Mensch war betroffen. Menschen mit schweren psychischen St├Ârungen sterben 10 bis 20 Jahre fr├╝her als die allgemeine Bev├Âlkerung, heisst es in dem Bericht.

Einige der wichtigsten Ursachen f├╝r Depressionen seien sexueller Missbrauch, Mobbing oder Schikane im Kindesalter. Dem m├╝sse aktiv entgegengewirkt werden: durch soziale Dienste, Unterst├╝tzung f├╝r Familien mit Problemen und Programme f├╝r soziales und emotionales Lernen in Schulen. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, Kriege, die Klimakrise und Gesundheitsbedrohungen – wie eine Pandemie – seien Risiken, die zu psychischen Krankheiten beitragen.

(text:sda/bild:unsplash)