22 August 2021

Staatstrauer in Liechtenstein nach dem Tod von F├╝rstin Marie

Nach dem Tod von F├╝rstin Marie von und zu Liechtenstein ist in dem Kleinstaat eine siebent├Ągige Staatstrauer verh├Ąngt worden. Die Entscheidung sei in enger Absprache mit der F├╝rstenfamilie gefallen, teilte die Regierung in Vaduz am Sonntagnachmittag mit. Bereits vor der offiziellen Verk├╝ndung wurden mehrere Veranstaltungen abgesagt. Das F├╝rstenhaus bat darum, bei Festlichkeiten eine Schweigeminute einzulegen oder entsprechende Anpassungen im Programm vorzunehmen.

F├╝rstin Marie von und zu Liechtenstein war am Samstag im Alter von 81 Jahren – wenige Tage nach einem Schlaganfall – gestorben. Die Ehefrau von F├╝rst Hans-Adam II. (76) sei „im Beisein der Familie und nach Empfang der heiligen Sterbesakramente friedlich und in grossem Gottvertrauen entschlafen“, so das F├╝rstentum. Die Mutter von vier Kindern galt als sozial sehr engagiert und kunst-affin. Zuletzt hatte sie nur noch selten ├Âffentliche Auftritte wahrgenommen.

Bis zum kommenden Samstag werden alle ├Âffentlichen Geb├Ąude in den Landesfarben und den Trauerfarben des F├╝rstenhauses auf Halbmast beflaggt. Auch die Anwohner sind aufgerufen: „Die Bev├Âlkerung wird ersucht, ihre Privatgeb├Ąude gem├Ąss Traueranlass zu beflaggen“, hiess es in der Mitteilung der Regierung.

Das 160 Quadratkilometer grosse F├╝rstentum Liechtenstein zwischen ├ľsterreich und der Schweiz ist mit rund 39 000 Einwohnern einer der kleinsten Staaten der Welt und sehr wohlhabend. Das Land ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der F├╝rst kann unter anderem die Regierung und das Parlament aufl├Âsen und Volksentscheide ausser Kraft setzen. F├╝rst Hans-Adam II. hatte die Regierungsgesch├Ąfte 2004 seinem Sohn, Erbprinz Alois, ├╝bertragen, der mit Herzogin Sophie in Bayern verheiratet ist.

(text:sda/bild:keystone)