10 Februar 2021

Sportartikelbranche schlägt Alarm

Die Skigebiete sind offen und Schnee ist vorhanden. Viele Leute zieht es trotz oder gerade wegen der Corona-Einschränkungen nach draussen. Während aber Langlauf oder Schneeschuhwandern boomen, darbt der wichtigere Bereich Ski Alpin. Nun schlägt die Wintersportbranche wegen der geschlossenen Läden Alarm.

Die vom Bund verordneten Ladenschliessungen haben die Sportartikelbranche auf den Plan gerufen. Sie warnt vor grossen Verlusten und Jobabbau und fordert eine √Ėffnung der Gesch√§fte ab 1. M√§rz sowie eine Anpassung der H√§rtefallregelung.

Die Massnahmen seien n√∂tig, um „den Totalschaden der Wintersportbranche in der Schweiz“ abzuwenden, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Verbands Schweizer Sportartikelfabrikanten, Importeure und Agenten (SPAF) und des Verbands Sportfachhandel Schweiz (ASMAS).

Die den Verb√§nden angeschlossenen Mitglieder haben demnach wegen der geschlossenen L√§den bis Ende Februar insgesamt Verluste von beinahe 1 Milliarde Franken eingefahren. Davon entfielen etwa eine halbe Milliarde auf das Vorjahr wegen des ersten Lockdowns und die andere H√§lfte allein auf die ersten zwei Monate des Gesch√§ftsjahres 2021, wie ASMAS-Pr√§sident Peter Bruggmann gegen√ľber AWP erkl√§rte. Sollten die Gesch√§fte am 1. M√§rz nicht wieder √∂ffnen d√ľrfen, wachse der Verlust weiter an.

Die Branche besch√§ftigt in der Schweiz rund 19’000 Mitarbeitende. Gem√§ss einer Umfrage wollen die Unternehmen im Hinblick auf die kommende Saison rund ein F√ľnftel des Personals einsparen, gef√§hrdet sind damit etwa 3’800 Stellen.

Um dies zu verhindern fordern die Verb√§nde nebst der √Ėffnung ab M√§rz auch eine Anpassung der H√§rtefallregelung. Die vorgesehene L√∂sung f√ľr die Entsch√§digungsgrundlage stehe in keinem Verh√§ltnis zum tats√§chlichen Ausfall der Branche, so die Mitteilung.