12 Juli 2021

Spanischer Corona-Hotspot Katalonien schr├Ąnkt Nachtleben weiter ein

Zur Eind├Ąmmung der schon seit Tagen rasant steigenden Infektionszahlen schr├Ąnkt der spanische Corona-Hotspot Katalonien n├Ąchtliche Aktivit├Ąten weiter ein. Restaurants, Bars, Kultur- und Sportlokale sowie alle anderen Betriebe m├╝ssen in der Region mit der Metropole Barcelona und einer knapp 600 Kilometer langen K├╝ste k├╝nftig ab 0.30 Uhr schliessen. Die Massnahme werde „morgen oder ├╝bermorgen in Kraft treten“, sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Patricia Plaja, am Montag.

Neben anderen Massnahmen zur Eind├Ąmmung der Pandemie sollen Treffen von mehr als zehn Personen sowohl im privaten wie im ├Âffentlichen Raum untersagt werden. Auch sollen alle Str├Ąnde und Pl├Ątze zwischen 0.30 Uhr in der Nacht und 6.00 Uhr morgens gesperrt werden. Einige dieser Massnahmen m├╝ssten noch vom Oberlandesgericht Kataloniens gebilligt werden, da „Grundrechte verletzt werden“, sagte Plaja.

So schlimm wie in der beliebten Urlaubsregion an der Grenze zu Frankreich ist die Corona-Lage derzeit nirgendwo sonst in Spanien. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte zuletzt auf gut 448. Zum Vergleich: In ganz Spanien lag dieser Wert zuletzt bei knapp 200, auf den Balearen bei 153 – und in Deutschland bei 6.

Erst vor einer Woche hatte die katalanische Regionalregierung eine Schliessung der Innenbereiche aller n├Ąchtlichen Vergn├╝gungslokale beschlossen. Die Zahlen stiegen aber trotzdem weiter. Ungeachtet der besorgniserregenden Lage sind die Str├Ąnde, aber auch Hotels, Kneipen und L├Ąden in Barcelona und anderen K├╝stengemeinden dieser Tage zum Teil ├╝berf├╝llt, wie Medien berichteten.

(text:sda/bild:unsplash)