22 September 2023

Selenskyj offiziell in Kanada empfangen

Der ukrainische Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj ist vom kanadischen Premierminister Justin Trudeau offiziell in Kanada empfangen worden. Selenskyj traf am Freitag am Parlament in der kanadischen Hauptstadt Ottawa ein. Dort wollte sich der ukrainische Pr├Ąsident bilateral mit Trudeau und kanadischen Regierungsmitgliedern treffen und danach auch eine Ansprache im Parlament halten. Sp├Ąter wollte Selenskyj nach Toronto weiterreisen und sich dort mit Wirtschaftsvertretern und Mitgliedern der ukrainischen Gemeinschaft treffen.

Es sei ein „sehr aufregender Tag f├╝r Kanada“ und er freue sich, Selenskyj pers├Ânlich die „starke und eindeutige Unterst├╝tzung“ der Kanadier mitteilen zu k├Ânnen, sagte Trudeau. Selenskyj bedankte sich f├╝r die anhaltende Unterst├╝tzung Kanadas. „Ich habe viele warme Worte und Dank von den Ukrainern zu ├╝berbringen.“ Kanada sei ein wundersch├Ânes Land, sagte Selenskyj weiter. „Ich weiss, dass es wundersch├Ân ist, aber ich habe nat├╝rlich jetzt keine Zeit, es zu sehen. Nach dem Sieg kommen wir sicher wieder, vielleicht mit den Kindern.“

Es handelt sich um Selenskyjs ersten Besuch in Kanada seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 – und um den dritten Stopp einer Nordamerika-Reise. Selenskyj war am Montag in New York zur UN-Vollversammlung eingetroffen und hatte am Donnerstag Washington besucht, wo er unter anderem von US-Pr├Ąsident Joe Biden im Weissen Haus empfangen wurde. Der zus├Ątzliche Stopp in Kanada war in der Nacht zum Freitag ├╝berraschend angek├╝ndigt worden.

Teil seiner Mission bei den bisherigen Stationen war es, kriegsm├╝de Skeptiker von seinem Kurs zu ├╝berzeugen und zu erkl├Ąren, warum Gespr├Ąche mit Moskau zum jetzigen Zeitpunkt f├╝r ihn undenkbar sind. Dabei trat Selenskyj weniger fordernd auf als bei fr├╝heren Gelegenheiten und betonte seine Dankbarkeit f├╝r die Leistungen der Verb├╝ndeten.

Kanada gilt als wichtiger Unterst├╝tzer der Ukraine und hat dem Land seit Beginn des russischen Angriffskriegs nach eigenen Angaben mehr als 8,9 Milliarden Kanadische Dollar (6,2 Milliarden Euro) zur Verf├╝gung gestellt.

(text&bild:sda)