21 Mai 2021

Schweizweiter „Strike for Future“ f√ľr klimagerechte Gesellschaft

Zum „Strike for Future“ heute Freitag rufen die Bewegung Klimastreik sowie Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen auf. Der Aktionstag hat zum Ziel, eine sogenannt klimagerechte Gesellschaft und eine √∂kologische und solidarische Umgestaltung anzustossen.

Unter dem Motto „Streiken f√ľr eine √∂kologische, solidarische und gerechte Zukunft f√ľr alle!“ sind weltweit Veranstaltungen und Aktionen geplant – so auch √ľber 75 in mehreren Schweizer St√§dten. Gr√∂ssere Aktionen sind in Bern, Z√ľrich und Lausanne vorgesehen, weitere in Thun, Genf, Basel, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Schaffhausen, Chur, Lugano und breit gestreut in den Kantonen.

Aus Sicht der Initianten von der Bewegung Klimastreik ist es buchst√§blich f√ľnf vor zw√∂lf. Heisst es doch im „Statement“ zum „Strike for Future“: „Die n√§chsten paar Jahre werden entscheidend sein im Kampf gegen die Klimakrise und die dadurch verst√§rkten sozialen Ungerechtigkeiten.“

Deshalb wolle man trotz Coronavirus auf die Strasse gehen und den bereits f√ľr den 15. Mai vergangenen Jahres geplanten Streik- und Aktionstag nun endlich nachholen. Allerdings mahnt Klimastreik zur Einhaltung der Masken- und Abstandspflicht sowie √ľberhaupt zur Einhaltung aller Regeln und zudem zur Durchf√ľhrung von Covid-19-Selbsttests.

Die Bewegung Klimastreik k√§mpft seit ihrer Gr√ľndung im Sommer 2018 f√ľr die weltweite Einhaltung der Klimaziele und f√ľr konkrete Massnahmen zur Bek√§mpfung des Klimawandels. An diesem Freitag soll es aber neben dem Klima auch in einem umfassenderen Sinne um die Gesellschaft gehen, um Feminismus und auch eine erweiterte Geschlechterdiskussion.

Seit mehr als einem Jahr w√ľte die Pandemie auf der ganzen Welt und koste t√§glich Menschen das Leben. Neben und wegen dieser Gesundheitskrise habe sich im vergangenen Jahr nochmals verst√§rkt gezeigt, wie sehr sich soziale Ungerechtigkeiten weltweit und in der Schweiz versch√§rften, schreibt die Bewegung.

Die Ursachen und die Verantwortlichen f√ľr die Krise sind Klimastreik offenbar bekannt. So schreibt die Bewegung: „Das grenzenlose Wirtschaftswachstum, die damit verbundene Ausbeutung von Mensch und Natur, das Patriarchat und der Imperialismus verhindern eine gerechte, demokratische und zukunftsf√§hige Gesellschaft.“

Aufgrund des vorherrschenden Wirtschaftssystems, das auf unbegrenztem Wachstum basiere, zeigten Regierungen, Grosskonzerne und Finanzinstitutionen kein Interesse daran, diese Krisen ernsthaft anzugehen. „Die parlamentarische Politik ist aufgrund ihrer Demokratiedefizite nicht bef√§higt, eine Antwort zu liefern“, schreibt die Bewegung Klimastreik.

Der Übergang zu einer ökologischen und gerechten Gesellschaft erfordere deshalb eine noch nie dagewesene Mobilisierung.

(text:sda/bild:unsplash)