24 Februar 2022

Schweizer Presserat: Ablehnung des Medienpakets bedeutet eine grosse Herausforderung

Am 13. Februar hat das Schweizer Stimmvolk das Medienf├Ârderungspaket abgelehnt. Dieses „Nein“ stellt f├╝r den Schweizer Presserat eine grosse Herausforderung dar. Der Presserat ist eine Selbstregulierungsorganisation der Schweizer Medienbranche und ein Ort der ethischen Reflexion.

Grunds├Ątzlich wird der Presserat von der Branche getragen, diese Mittel sind aber limitiert. Mit dem Medienpaket h├Ątte der Presserat eine wichtige finanzielle Unterst├╝tzung durch den Bund erhalten. Ohne diese Unterst├╝tzung wird es dem Presserat kaum mehr m├Âglich sein, die kostenlose Dienstleistung im bisherigen Umfang zu leisten.

Jeder und jede kann beim Presserat eine Beschwerde einreichen, falls er oder sie der Meinung ist, dass ein Medienbeitrag den Journalistenkodex verletzt.

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der eingereichten Beschwerden mehr als verdoppelt. Das zeigt, dass die Arbeit des Presserates einem hohen Bed├╝rfnis entspricht und als wichtig erachtet wird.

Der Stiftungsrat, der f├╝r die Finanzierung des Presserats verantwortlich ist, muss nun Massnahmen f├╝r die Zukunft definieren. Einerseits gilt es zu kl├Ąren, welche Dienstleistung der Presserat angesichts der derzeitigen finanziellen Lage noch anzubieten vermag; andererseits geht es darum, zus├Ątzliche Mittel zu beschaffen, damit der Presserat handlungsf├Ąhig bleibt und neue Themen und Herausforderungen aktiv angehen kann.

Der Presserat wird demn├Ąchst ├╝ber die getroffenen Massnahmen informieren.

(text:sda/bild:unsplash)