27 Mai 2021

Schweizer m├╝ssen eine Reaktion zeigen

Nach der 0:7-Kanterniederlage gegen Schweden ist f├╝r die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft am Donnerstagnachmittag gegen die Slowakei Wiedergutmachung angesagt.

„Es war ein m├╝hsamer Abend“, blickt Nationaltrainer Patrick Fischer im Gespr├Ąch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zur├╝ck. „Wir gaben mit leichtsinnigen Scheibenverlusten das Momentum ab und machten es den Schweden einfach. Wir schafften es nie, das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Klar sind wir nicht gl├╝cklich, aber so etwas passiert. Es war ja nicht so, dass wir spielerisch v├Âllig unter die R├Ąder gekommen sind. Vielmehr schossen sie die Tore und wir nicht.“

Schon gegen die D├Ąnen (1:0) waren die Schweizer zu wenig kaltbl├╝tig gewesen. Was die Effizienz betrifft, m├╝ssen sie sich steigern, wollen sie wieder auf die Siegerstrasse zur├╝ckkehren. Mit der Punkteausbeute dagegen ist Fischer durchaus zufrieden. Wenn ihnen vor dem Turnier sechs Punkte aus den ersten drei Partien angeboten worden w├Ąren, „h├Ątten wir sie wahrscheinlich genommen“, so Fischer. Er liess sich auch nicht davon blenden, dass sie in den Medien nach den starken ersten beiden Auftritten schon zu den Favoriten gez├Ąhlt wurden, auch weil viele der Topnationen strauchelten, Vielmehr h├Ąlt er den Ball flach. „Wir m├╝ssen einfach unseren Job machen, das taten wir gestern nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten.“

Bereits am Donnerstag bietet sich den Schweizern gegen die Slowakei die Chance, es besser zu machen. Da wird sich der Charakter der Mannschaft zeigen. Diesbez├╝glich macht sich Fischer keine Sorgen. „Die Slowaken spielen ├Ąhnlich wie wir, mit einer hohen Intensit├Ąt und versuchen, mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Die Slowaken sind immer eine Knacknuss f├╝r uns und f├╝r alle anderen Teams.“

Jedenfalls sind die Osteurop├Ąer mit drei Siegen aus ebenso vielen Partien ├╝berzeugend ins Turnier gestartet. Sie sind das einzige noch verlustpunktlose Team an dieser WM, zuletzt bezwangen sie Russland 3:1. „Sie haben Vertrauen, wir aber auch. Es wird ein heisses Spiel, in dem Details entscheiden. Sehr wichtig werden die Special Teams sein“, sagte Fischer.

Fraglich ist der Einsatz von Verteidiger Mirco M├╝ller, der sich gegen Schweden einen Schnitt im Ellbogen zugezogen hat. Daf├╝r d├╝rfte Jonas Siegenthaler wieder einsatzf├Ąhig sein. Dem NHL-Verteidiger ging es am Dienstag nach einem Check im Spiel gegen D├Ąnemark nicht gut. Die letzten sechs Duelle gegen die Slowaken gewannen die Schweizer allesamt, das letzte Aufeinandertreffen an einer WM 2018 entschieden sie 2:0 zu ihren Gunsten. Diese Serie gilt es fortzusetzen.

(text:sda/bild:unsplash)