26 Juli 2021

Schweizer Kunstturner brillieren mit Rang 6

Die Schweizer Kunstturner erreichen im Team-Final den hervorragenden 6. Platz. Sie bleiben im Gegensatz zur Qualifikation ohne groben Schnitzer und sorgen fĂŒr das beste Teamergebnis einer STV-Riege seit 37 Jahren. Pablo BrĂ€gger glĂ€nzt bei seinem letzten Auftritt.

Das Beste behielten sich BrĂ€gger, Eddy Yusof, Benjamin Gischard und Christian Baumann fĂŒr den Schluss auf. Nach vier Top-7-RĂ€ngen an Weltmeisterschaften und dem Gewinn von EM-Bronze 2016 in Bern boten sie bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt taktisch einen perfekten Wettkampf. Sie dosierten das Risiko, wo nötig, und nahmen im Vergleich zur Qualifikation ein paar Schwierigkeiten aus dem Programm raus. Die Rechnung ging auf, ihnen unterlief in den 18 Übungen, die alle in die Wertung kamen, kein einziger grober Fehler.

Der Lohn fĂŒr den herausragenden Wettkampf waren 249,193 Punkte und das beste Ergebnis einer Schweizer Mannschaft seit den vom Ostblock boykottierten Spielen 1984 in Los Angeles. Zu den auf Rang 5 klassierten USA fehlte dem Quartett, das zum letzten Mal in dieser Formation antrat, nur gut dreieinhalb Punkte. Nach Oliver Hegi im letzten FrĂŒhjahr beendet auch Pablo BrĂ€gger seine Karriere.

„Ich bin mega stolz auf das Team, aber auch auf meine eigene Leistung“, sagte BrĂ€gger. Der Ostschweizer trumpfte bei seinem letzten Wettkampf noch einmal gross auf und schaffte es, sich zu rehabilitieren, nachdem ihm in der Qualifikation zwei StĂŒrze unterlaufen waren. „FĂŒr mich ist es der perfekte Abschluss.“ Auch Eddy Yusof kam an allen sechs GerĂ€ten zum Einsatz und blieb ohne Fehl und Tadel. Zusammen mit Gischard wird er am Mittwoch auch noch den Mehrkampf-Final bestreiten.

Den packenden Dreikampf um Gold entschied der amtierende Weltmeister Russland knapp fĂŒr sich. Nachdem der Japaner Daiki Hashimoto mit einer atemberaubenden Übung am Reck vorgelegt hatte, behielt Nikita Nagorni bei der letzten Übung des Abends am Boden die Nerven. Mit seinem schwierigen Vortrag sicherte er den Russen das erste Team-Gold seit 1996. Gastgeber Japan, dem Olympiasieger von 2016, blieb nur Silber. China musste sich mit Bronze begnĂŒgen.

(text:sda/bild:sda)