10 MĂ€rz 2021

Schweizer Grossveranstalter hoffen auf rasche Entscheide

Veranstalter von Festivals und Konzerten haben vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie einige Hunderttausende, wenn nicht Millionen Tickets verkauft. Bei diesen Tickets kann im Nachhinein keine Impfpflicht als Bedingung fĂŒr eine Teilnahme eingefĂŒhrt werden. Die Branche hofft nun auf eine Regelung durch die Behörden.

FĂŒr bereits verkaufte Tickets könnten die Organisatoren privatrechtlich die Spielregeln nicht einfach Ă€ndern, zitieren die Tamedia-Zeitungen Thomas DĂŒrr, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des auf GrossanlĂ€sse spezialisierten Veranstalters ACT Entertainment. Das sei lediglich bei neuen Shows und neu verkauften Tickets möglich.

DĂŒrr sieht die Behörden in der Pflicht, ĂŒber Rahmenbedingungen wie etwa ein Impfpflicht oder einen Testnachweis zu entscheiden. Denn nur wenn der Zutritt zu Veranstaltungen gesetzlich geregelt sei, könnten die Veranstalter ihre Bedingungen anpassen. Ansonsten seien sie an die Bedingungen zum Zeitpunkt des Ticketkaufs gebunden.

Explizit gegen eine Impfpflicht fĂŒr Grossveranstaltungen spricht sich der Verband der professionellen Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstaltungen aus, so deren GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Breitenmoser. Es bleibe abzuwarten, wie sich der Bundesrat zu den lĂ€ngst fĂ€lligen Auflagen fĂŒr grössere Veranstaltungen Ă€ussere.

Viele Organisatoren hoffen bis spĂ€testens 22. MĂ€rz auf konkrete Weichenstellungen. Denn den Betreibern grosser Festivals lĂ€uft die Zeit davon, wie es in den Tamedia-Zeitungen weiter heisst. Sie benötigen fĂŒr die Organisation mehrere Monate Vorlauf. Ansonsten dĂŒrften Veranstaltungen 2021 kaum mehr möglich sein.

(text:sda/bild:pixabay)