27 April 2021

Schweiz will Indien bei Bew├Ąltigung der Corona-Pandemie helfen

Die Schweiz hat Indien angeboten, medizinisches Material zur Unterst├╝tzung des Gesundheitssystems schicken. Dieses ist wegen der rapiden Zunahme von Corona-Patienten ├╝berlastet. Berichten zufolge f├╝hrt der Mangel an Material bereits zu Todesf├Ąllen.

„Sie brauchen ziemlich alles“, sagte Aussenminister Ignazio Cassis am Dienstag in der Sendung „10 vor 10“ des Schweizer Fernsehens SRF. „Wir sind bereit, mit humanit├Ąrer Hilfe Unterst├╝tzung zu leisten – insbesondere Sauerstoff, Beatmungsger├Ąte, Schutzmaterial“, sagte Cassis.

Die Schweiz habe Indien ein Angebot gemacht. Falls die Antwort positiv sei und das Land die Hilfe ben├Âtigen k├Ânne, „sind wir ziemlich sofort bereit, Material in H├Âhe von einer Million Franken zu liefern“, sagte Cassis.

In dem zweitbev├Âlkerungsreichsten Land der Welt mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern werden seit Donnerstag t├Ąglich ├╝ber 300’000 neue Ansteckungen mit dem Virus gemeldet. Damit wurde der bisherige, Anfang Januar verzeichnete Tagesrekord von 300’310 F├Ąllen in den USA ├╝bertroffen. Indien meldete in der vergangenen Woche auch die h├Âchste t├Ągliche Zahl an Todesf├Ąllen. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg auf rund 17,6 Millionen, knapp 198’000 Menschen starben bislang. Die Dunkelziffern d├╝rften deutlich h├Âher liegen.

Aus Indien stammt zudem eine neue Mutation, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO unter Beobachtung steht. Sie wurde in der Schweiz bereits nachgewiesen. Nach Angaben des Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) vom Samstag gibt es derzeit noch keine genauen Informationen ├╝ber die Auswirkungen auf die ├ťbertragbarkeit, Reinfektionen, Durchbruchsinfektionen oder die Schwere der Infektion.

Das BAG hat Indien am Montag auf seine Liste mit den Coronavirus-Risikol├Ąndern gesetzt.

(text:sda/bild:beo)