31 Mai 2021

Schweiz im WM-Viertelfinal – Schweden ausgeschieden

Ohne zu spielen, steht die Schweiz an der Eishockey-WM in Riga vor der letzten Partie gegen Grossbritannien im Viertelfinal. Das Team von Trainer Patrick Fischer profitiert davon, dass Schweden gegen Russland 2:3 nach Penaltyschiessen verliert.

FĂŒr die Skandinavier ist das Turnier nach dieser Niederlage zu Ende, sie hĂ€tten gewinnen mĂŒssen, um noch eine Chance auf die K.o.-Runde zu haben. Das Ausscheiden ist fĂŒr die Schweden ein Desaster; abgesehen vom 10. Platz im Jahr 1937 waren sie an einer WM nie schlechter als im 7. Rang klassiert gewesen. HCD-Verteidiger Magnus Nygren sagte, dass es eine Schande fĂŒr sie sei. „Wir waren nicht gut genug.“ Die Schweden waren mit Niederlagen gegen DĂ€nemark (3:4) und Belarus (0:1) ins Turnier gestartet – gegen diese Teams hatten sie zuvor noch nie an einer WM verloren. Diese Hypothek wog letztendlich zu schwer.

Aufgrund der Niederlage der Schweden stehen in der Gruppe A sÀmtliche Viertelfinalisten fest: neben der Schweiz sind dies Russland, die Slowakei und Tschechien. Die Schweizer sind mit einem Sieg in der regulÀren Spielzeit am Dienstag gegen Grossbritannien mindestens Gruppenzweiter.

FĂŒr die Schweden sah es gegen Russland zunĂ€chst gut aus. Sie gingen in der 9. Minute im Powerplay durch ein Tor von Jesper Fröden in FĂŒhrung und hielten diese bis zur 53. Minute. Dann kassierten sie innert zwölf Sekunden zwei Gegentore, dafĂŒr verantwortlich zeichneten Anton Slepischew und Alexander Barabanow. Zwar rettete Victor Olofsson die Schweden mit dem 2:2 (56.) in die VerlĂ€ngerung, es hĂ€tte jedoch mehr gebraucht.

Die Tschechen verhinderte mit einem 2:1-Sieg nach Penaltyschiessen gegen DĂ€nemark das Ausscheiden – bei einer Niederlage in der regulĂ€ren Spielzeit hĂ€tten sie den Viertelfinal nicht mehr erreichen können. Nachdem der Favorit in der 4. Minute durch den sechsten Treffer von Nicklas Jensen an diesem Turnier in RĂŒckstand geraten war, gelang ihm trotz klarer Überlegenheit (total 38:13 TorschĂŒsse) nur noch der Ausgleich. DafĂŒr verantwortlich zeichnete der ehemalige Ambri-StĂŒrmer Dominik Kubalik (46.). Im Penaltyschiessen trafen dann sĂ€mtliche vier SchĂŒtzen der Tschechen.

In der Gruppe B erreichten nach Titelverteidiger Finnland auch die USA die K.o.-Runde. Die Amerikaner bezwangen Deutschland 2:0 und feierten den fĂŒnften Sieg in Serie. Das SchussverhĂ€ltnis lautete 33:15 zu Gunsten der Deutschen. Dennoch kam der bei den Los Angeles Kings tĂ€tige Goalie Cal Petersen zu seinem zweiten Shutout an diesem Turnier nach dem 3:0 gegen Kasachstan. Den entscheidenden Treffer erzielte Jason Robertson im Powerplay (39.). 27 Sekunden vor dem Ende machte Colin Blackwell mit einem Schuss ins leere GehĂ€use alles klar.

Trotz der dritten Niederlage in Folge haben es die Deutschen weiterhin in der eigenen Hand, sich fĂŒr den Viertelfinal zu qualifizieren. Gewinnen sie am Dienstagabend gegen Gastgeber Lettland, stehen sie sicher in der K.o.-Runde. Das Gleiche gilt fĂŒr die Balten.

Kasachstan verlor gegen Norwegen nach einer 1:0-FĂŒhrung mit 1:3 – mit einem Sieg nach 60 Minuten hĂ€tten die Kasachen im Viertelfinal gestanden. Nun mĂŒssen sie zittern und hat Kanada grössere Chancen auf das Weiterkommen.

(text:sda/bild:unsplash)