17 November 2023

Scholz: Direktes GesprÀch mit Erdogan wichtig

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts unterschiedlicher Ansichten ĂŒber den Nahostkonflikt die Wichtigkeit des direkten Austauschs mit dem tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan hervorgehoben. „Herr PrĂ€sident, dass wir zu dem Konflikt sehr unterschiedliche Sichtweisen haben, ist ja kein Geheimnis“, sagte Scholz vor einem Abendessen mit Erdogan in Berlin. „Gerade deshalb sind unsere GesprĂ€che wichtig, gerade in schwierigen Augenblicken brauchen wir das direkte GesprĂ€ch untereinander.“ Erdogan hatte die terroristische Hamas als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet, Israel einen „Genozid“ (Völkermord) im Gazastreifen vorgeworfen und das Israels Existenzrecht infrage gestellt.

Scholz bekrĂ€ftigte: „Das Existenzrecht Israels ist fĂŒr uns unumstösslich.“ Weiter sagte er: „In unserem Land ist kein Platz fĂŒr Antisemitismus, egal ob er politisch motiviert ist oder religiös, ob er von rechts kommt oder von links, ob er seit Jahrhunderten hier gewachsen ist oder von aussen ins Land kommt.“ Gleichzeitig stelle er sich denjenigen entgegen, die den Muslimen in Deutschland ihren Platz absprechen wollten. Auch das Leid der palĂ€stinensischen Zivilbevölkerung in Gaza sei bedrĂŒckend. Mit Erdogan wolle er darĂŒber sprechen, „wie wir eine weitere Eskalation verhindern können, denn wir teilen die Sorge um einen FlĂ€chenbrand im Nahen Osten“.

(text:sda/bild:keystone)