30 MĂ€rz 2021

SCB muss in QuarantĂ€ne – und ist in den Playoffs

Der National League droht in der Schlussphase der Qualifikation das Chaos. Nach Biel wird auch der SC Bern in QuarantĂ€ne geschickt. FĂŒr die Berner ist die Regular Season beendet, die Teilnahme an den Playoffs aber gesichert.

Die am Montag als Folge eines Corona-Falls angeordnete zweite Testreihe beim SC Bern ergab ein weiteres positives Testergebnis, worauf das BĂŒro der Berner KantonsĂ€rztin dem Cupsieger eine weitere QuarantĂ€ne bis am 6. April verordnete.

FĂŒr die Berner ist die Qualifikation damit beendet, nach der Partie am Dienstag gegen GenĂšve-Servette fallen auch diejenigen gegen Rapperswil-Jona, Fribourg-GottĂ©ron und Davos aus. Dank der neuerlichen QuarantĂ€ne – schon der fĂŒnften in dieser Saison (!) – ist aber auch klar, dass der SCB nicht mehr von einem der Playoff-PlĂ€tze verdrĂ€ngt werden kann.

Am Ende entscheidet der Punktekoeffizient ĂŒber die Schlussklassierung, derjenige der Berner wird höher sein als derjenige des derzeit auf Rang 11 liegenden Ambri-Piotta.

Die Vorbereitung auf diese Playoffs ist fĂŒr die Berner, die zuletzt in 61 Tagen 31 Partien bestritten haben, indes alles andere als ideal. Bis am 6. April verbleiben die Berner in QuarantĂ€ne. Am 7. April sollten die Achtelfinals beginnen (Modus best of 3).

Die Berner sind nach Biel das zweite Team, das nicht alle der 52 geplanten Spiele der Qualifikation bestreiten kann. Wegen Bern und Biel kommen bis zum Ende der Regular Season am Ostermontag auch Davos, Freiburg, Ambri, Servette, Lausanne (alle 51 Spiele) und Rapperswil-Jona (50 Spiele) nicht auf die vorgesehene Anzahl Partien. Am Dienstag wurden auch die Partien Biels gegen die Lakers (vom Dienstag) und gegen Ambri-Piotta (vom Donnerstag) definitiv abgesagt.

Dass der Schlittschuhclub Bern, der am 22. November als letztes National-League-Team erstmals in QuarantĂ€ne geschickt wurde, nun ein fĂŒnftes Mal in den eigenen RĂ€umen feststeckt, wirft Fragen auf. Zum zweiten Mal befand sich der SCB ĂŒber Weihnachten in QuarantĂ€ne. Dann bestritten die Berner vom 5. bis zum 26. Januar kein Spiel, weil sich eine Quinzaine an Akteuren in Isolation befand. All diese Spieler mĂŒssten noch als immun gelten. Von der vierten QuarantĂ€ne (ab dem 5. Februar) waren bloss noch vier Akteure betroffen – nĂ€mlich die einzigen im SCB-Kader, die noch nicht an Corona erkrankt waren.

Wie geht es weiter? Der SC Bern mĂŒsste nĂ€chsten Mittwoch zum ersten Achtelfinal antreten. Es darf erwartet werden, dass ĂŒber Ostern nochmals eine Testreihe angeordnet wird und das BĂŒro des Kantonsarztes danach entscheiden wird, ob die Playoffs pĂŒnktlich beginnen können. Das „Return to Play“-Protokoll der Liga sieht vor, dass vor dem ersten Spiel der Mannschaft ein gemeinsames Training ermöglicht werden sollte.

FĂŒr die Playoffs begeben sich sĂ€mtliche Teams in eine sogenannte „Double Bubble“ (mit Bubbles „Stadion“ und „Familie“). National League und Swiss League haben festgelegt, dass kein Teams wegen Corona-FĂ€llen oder QuarantĂ€nen aus den Playoffs ausscheiden kann. Sollte sich das Playoff-Prozedere (best of 3 in den Achtelfinals und best of 7 in den Viertelfinals) wegen QuarantĂ€ne-FĂ€llen verzögern, werden die Halbfinal- und Final-Serien verkĂŒrzt. Sollten die Playoffs nicht bis am 14. Mai beendet werden können, geht der Meistertitel an Qualifikationssieger Zug, ausser der EVZ ist bis zum Abbruch der Saison schon aus den Playoffs ausgeschieden. In diesem Fall wĂŒrde der Meistertitel – wie im Vorjahr – nicht vergeben.

(text:sda / bild:archiv))