15 April 2021

Royals bereiten sich auf Trauerfeier f√ľr Prinz Philip vor

Die britische Königsfamilie bereitet sich auf die Trauerfeier von Prinz Philip an diesem Samstag vor.

Prinz Charles (72) und seine Frau Herzogin Camilla (73) besichtigten am Donnerstag ohne √Ėffentlichkeit Blumen und Beileidskarten, die – trotz der Bitte, davon abzusehen – noch immer von Menschen am Buckingham-Palast abgelegt werden.

Prinz Philip war am vergangenen Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben. Die Royals werden bei der Trauerfeier auf dem Gel√§nde von Schloss Windsor einem Medienbericht zufolge unter anderem aus R√ľcksicht auf Prinz Harry wohl keine Milit√§runiformen tragen. Die Queen wolle, dass die M√§nner der Familie zivile Kleidung tragen, schrieb die Zeitung „The Sun“ unter Berufung auf Insider-Quellen in einem Bericht, den am Donnerstag auch der „Guardian“ zitierte.

Eine Stellungnahme des Buckingham-Palasts zur Kleiderordnung und weiteren Details stand zunächst noch aus. Neben dem engsten Familienkreis werden am Samstag auf Schloss Windsor mehrere hundert Militärvertreter Teil der Zeremonie sein. Mit Spannung wird besonders die Gästeliste erwartet.

Da Prinz Harry (36) sich mit seiner Frau Meghan (39) aus dem K√∂nigshaus zur√ľckgezogen hat, musste er auch seine milit√§rischen Titel abgeben. Laut Protokoll darf er daher auch nicht mehr in milit√§rischer Uniform auftreten, sondern h√∂chstens seine Medaillen auf einem Anzug tragen. Damit Harry nicht als einziges hochrangiges Familienmitglied ohne Uniform kommen muss, soll nun dem Bericht zufolge die gesamte Familie auf diese verzichten.

Der Kompromiss k√∂nnte ein erster Schritt f√ľr eine Ann√§herung zwischen Prinz Harry und seiner Familie sein. Die Gr√§ben hatten sich seit seinem Abschied vertieft – vor allem nach dem Fernsehinterview von Harry und Meghan, in dem diese Rassismus und mangelnde Unterst√ľtzung im K√∂nigshaus kritisiert hatten.

Ein weiterer Grund f√ľr den Verzicht auf Uniformen k√∂nnte den Berichten zufolge aber auch der Wunsch von Prinz Andrew (61) gewesen sein, eine Admiralsuniform zu tragen. Die Bef√∂rderung zum Admiral h√§tte eigentlich zu seinem 60. Geburtstag angestanden, Andrew verzichtete aber wegen Vorw√ľrfen gegen ihn im Epstein-Missbrauchsskandal.

Der zweit√§lteste Sohn der Queen war wegen seiner Freundschaft mit dem inzwischen gestorbenen US-Multimillion√§r Jeffrey Epstein in Bedr√§ngnis geraten. Er hatte sich Ende 2019 von seinen royalen Aufgaben vorerst zur√ľckgezogen. Epstein soll jahrelang einen Missbrauchsring mit minderj√§hrigen Opfern betrieben haben. Eine Frau behauptet, sie sei als 17-J√§hrige mehrmals zum Sex mit dem Herzog von York gedr√§ngt worden. Andrew bestreitet das. Doch in einem als Befreiungsschlag gedachten BBC-Interview machte er keine gute Figur.

Unterdessen laufen in England Proben und Sicherheitsoperationen, um einen reibungslosen Ablauf der Zeremonie am Samstag zu gew√§hrleisten. Nach Angaben der Polizei von Donnerstag war am Dienstag ein Mann in der N√§he des Buckingham-Palastes mit einer Axt festgenommen worden. Der Hintergrund blieb zun√§chst unklar. In Windsor, wo die Beerdigung stattfinden wird, durchk√§mmten Spezialeinheiten bereits M√ľlleimer, Briefk√§sten und Telefonzellen auf der Suche nach verd√§chtigen Gegenst√§nden.

(text:sda/bild:unsplash)

Veranstaltungen:

Im Moment sind keine Veranstaltungen geplant.

Bitte schauen Sie später wieder vorbei!