28 Dezember 2021

Roms B├╝rgermeister zieht Bilanz nach „ausserordentlichem Putzplan“

Im Kampf gegen das jahrealte M├╝llproblem in Italiens Hauptstadt Rom hat B├╝rgermeister Roberto Gualtieri eine erste positive Bilanz gezogen – gel├Âst ist es allerdings noch nicht. „Es gibt greifbare Verbesserungen in der Stadt, auch wenn in einigen Bereichen Schwierigkeiten bleiben“, sagte der seit Oktober regierende B├╝rgermeister am Dienstag. „Rom ist sauberer, als wir es vorgefunden haben, aber noch nicht so sauber, wie es das verdient.“

Der 55 Jahre alte Sozialdemokrat hatte im Wahlkampf damit geworben, das M├╝llproblem in den Griff bekommen zu wollen. In Rom quollen regelm├Ąssig die Tonnen in vielen Wohngegenden ├╝ber, w├Ąhrend das touristische Zentrum meistens sauber gehalten wurde. Online kursierten Videos von Wildschweinen, die auf ihrer Futtersuche in Rom im Abfall f├╝ndig wurden. Dahinter stehen Probleme auf den Halden oder in den Sortieranlagen und bei der Verf├╝gbarkeit von M├╝llwagen. Die Hauptstadt schaffte den Abfall deshalb teilweise in andere Landesteile.

Nach seiner Wahl begann Gualtieri mit einem ausserordentlichen „Putz-Plan“. Mit diesem Einsatz habe man eine Krise ├╝ber die Weihnachtsfesttage vermieden, sagte er am Dienstag. Denn in diesen Tagen entsteht meist besonders viel Abfall. Rom sammle nun rund 18 000 Tonnen M├╝ll w├Âchentlich ein. Die Kommune will 40 Millionen Euro gegen die M├╝llplage in die Hand nehmen und damit auch das Personal beim Entsorger Ama aufstocken.

(text:sda/bild:unsplash)