10 Juli 2021

Riesige Regenmengen in den letzten drei Tagen

In den letzten drei Tagen ist in der Schweiz eine riesige Regenmenge gefallen. Mit dem Regen hĂ€tte man den VierwaldstĂ€tter- und den Neuenburgersee komplett und auch noch den ZĂŒrichsee zur HĂ€lfte fĂŒllen können.

Wie das Bundesamt fĂŒr Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Samstagmorgen auf Twitter meldete, sind in den vergangenen 72 Stunden auf die FlĂ€che der Schweiz ĂŒber 27 Billionen Liter Wasser niedergeprasselt. Dies entspricht ungefĂ€hr den erwĂ€hnten SeefĂŒllungen.

Insbesondere im Tessin, am Gotthard oder der oberen Surselva im Kanton GraubĂŒnden wurden in diesem Zeitraum 120 bis 200 Millimeter Niederschlag gemessen. Am Alpennordhang waren es verbreitet zwischen 80 und 120 Millimeter.

In der Folge stiegen die PegelstĂ€nde in den FlĂŒssen je nach Einzugsgebiet deutlich an. Das Bundesamt fĂŒr Umwelt (Bafu) gab fĂŒr einige Alpenrandseen wie den Thuner- und Brienzersee sowie den VierwaldstĂ€ttersee die Gefahrenstufe 3 heraus.

Die Verschnaufpause vom Samstag dĂŒrfte nur relativ kurz ausfallen. Bereits fĂŒr die Nacht auf Sonntag werden erneut NiederschlĂ€ge mit eingelagerten Gewittern prognostiziert. Lokal können diese wieder krĂ€ftig ausfallen. Ab Dienstag erwarten die Wetterdienste wieder ergiebige RegenfĂ€lle bei Tageshöchsttemperaturen unter 20 Grad.

Dem vielen Nass zum Trotz wurde in der Schweiz der viertwĂ€rmste Juni seit Messbeginn im Jahr 1864 registriert, wie Meteoschweiz in einem RĂŒckblick schreibt. Das landesweite Mittel lag mit 14,4 Grad rund 2,5 Grad ĂŒber der Norm von 1981-2010. Hitzetage mit 30 Grad und mehr gab es vor allem um die Monatsmitte.

(text:sda/bild:beo)