22 Juni 2021

Rekordzahl von TodesfÀllen im Corona-Jahr 2020

Im ersten Corona-Jahr sind in der Schweiz so viele TodesfĂ€lle verzeichnet worden wie noch nie: 2020 wurden 76’200 TodesfĂ€lle registriert – 12,4 Prozent mehr als 2019. Der GeburtenĂŒberschuss ging um fast die HĂ€lfte zurĂŒck, obwohl die Anzahl Neugeborener konstant blieb.

Zwei Sterbewellen waren zu beobachten, wie das Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS) mit seinen definitiven Zahlen vom Dienstag nachweist: In den Monaten MĂ€rz und April kamen 14 Prozent mehr Menschen ums Leben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von Oktober bis Dezember schnellte die Zunahme sogar auf 45 Prozent gegenĂŒber 2019 hoch.

MÀnner fielen öfter dem Tod anheim als Frauen und AuslÀnder hatten eine deutlich erhöhte Todesrate: Schweizer MÀnner starben 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr, bei Schweizerinnen betrug der Anstieg 9,3 Prozent.

Bei Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund lag der Anstieg der Todesrate sogar noch einmal um 9 beziehungsweise 12 Prozentpunkte höher: 2020 starben 22,8 Prozent mehr auslÀndische MÀnner als im Jahr davor, bei den eingewanderten Frauen gab es 20,4 Prozent mehr TodesfÀlle.

ErwartungsgemĂ€ss waren Personen ab 80 Jahren stĂ€rker betroffen als jĂŒngere – allerdings nicht so deutlich wie man meinen könnte: Ihre Sterberate lag um 15,5 Prozent ĂŒber jener des Vorjahres; das waren aber nur 3,1 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt von 12,4 Prozent.

Die kantonalen Unterschiede waren zum Teil erheblich: Zug hatte mit 7 TodesfĂ€llen pro 1000 Einwohner den tiefsten Wert, die Kantone Tessin, Jura, Basel-Stadt, Glarus, Neuenburg und Schaffhausen lagen bei ĂŒber 10 Promille.

(text:sda/bild:unsplash)