11 Februar 2021

Rekordhohe Ausgaben f├╝r Lebensmittel

Die Schweizer Bev├Âlkerung hat im vergangenen Jahr so viel Geld f├╝r Lebensmittel ausgegeben wie noch nie: 11,3 Prozent mehr als 2019. Umgerechnet auf einen durchschnittlichen Privathaushalt macht das 7680 Franken f├╝r Nahrungsmittel und Getr├Ąnke im ganzen Jahr – allerdings ohne Online-Handel.

Die Kauflust bescherte dem station├Ąren Schweizer Einzelhandel, dem wichtigsten Absatzkanal f├╝r die einheimische Landwirtschaft, 2020 einen Rekordumsatz von 29,9 Milliarden Franken, wie das Bundesamt f├╝r Land- und Ern├Ąhrungswirtschaft (BLW) am Donnerstag mitteilte.

Mit einem Umsatz von 10,6 Milliarden Franken betrug der Anteil der tierischen Produkte am gesamten Detailhandelsumsatz mit Lebensmitteln 35,6 Prozent. Fr├╝chte, Gem├╝se und Kartoffeln erreichten bei einem Umsatz von 4,1 Milliarden einen Anteil von 13,7 Prozent.

Die Daten zeigen ausserdem, dass ein Privathaushalt im Jahr 2020 durchschnittlich 820 Franken f├╝r Bio-Lebensmittel im Schweizer Einzelhandel ausgab. Damit entfiel mehr als jeder zehnte Franken auf ein biologisch produziertes Produkt. Besonders beliebt waren Bio-Eier, die bei 118 Franken Haushaltsausgaben mit 33 Franken einen Anteil von 28,0 Prozent erreichten.

Der klassische Einzelhandel geniesst in der Schweiz einen hohen Stellenwert. 77 Prozent ihres Geldes f├╝r Lebensmittel gaben Einwohnerinnen und Einwohner in der Schweiz dort aus. Umgerechnet erzielten Migros, Coop, Volg und Co. einen Lebensmittelumsatz von 22,9 Milliarden Franken.

Die Discounter erreichten insgesamt einen Umsatzanteil von 17 Prozent und knackten damit die 5-Milliarden-Grenze. Im Fachhandel und an den Tankstellen wurde mit 1,8 Milliarden Franken ein Umsatzanteil von 6 Prozent erzielt.

Auch regionale Unterschiede bringt die Auswertung ans Tageslicht: So gaben Westschweizer Haushalte 4,0 Prozent ihrer Lebensmittelausgaben f├╝r Fisch aus, w├Ąhrend es in der Deutschschweiz 2,1 Prozent waren.

In st├Ądtischen Gebieten kauften Haushalte weniger Fleisch und Milch als in l├Ąndlichen Regionen. Und w├Ąhrend Familienhaushalte mit Kindern mehr f├╝r Fleisch ausgaben, sass der Geldbeutel bei kinderlosen Haushalten lockerer f├╝r Gem├╝se und alkoholische Getr├Ąnke.