27 April 2021

Referendum gegen „Ehe f├╝r alle“ formell zustande gekommen

Das Referendum gegen die „Ehe f├╝r alle“ ist formell zustande gekommen. Die Schweizer Stimmbev├Âlkerung muss damit ├╝ber die Ehe f├╝r gleichgeschlechtliche Paare abstimmen.

Das Referendumskomitee habe 61’027 g├╝ltige Unterschriften eingereicht, teilte die Bundeskanzlei am Dienstag mit. F├╝r das Zustandekommen sind 50’000 g├╝ltige Unterschriften n├Âtig.

Die eidgen├Âssischen R├Ąte hatten im Dezember die Vorlage „Ehe f├╝r alle“ verabschiedet. Das vor sieben Jahren von den Gr├╝nliberalen angestossene Gesch├Ąft ├Âffnet die Ehe f├╝r gleichgeschlechtliche Paare und mit ihm erhalten lesbische Ehepaare Zugang zur Samenspende. Der Nationalrat stimmte mit 136 zu 48 Stimmen bei 9 Enthaltungen zu, der St├Ąnderat mit 24 gegen 11 Stimmen bei 7 Enthaltungen.

Ein ├╝berparteiliches Komitee mit Vertretern vor allem aus der Eidgen├Âssisch-Demokratischen Union (EDU) und der SVP ergriff das Referendum. Die Gegner st├Âren sich daran, dass die „Ehe f├╝r alle“ ohne Verfassungs├Ąnderung eingef├╝hrt werden soll. Und die Samenspende f├╝r Lesben-Paare ist laut deren Worten „rechtlich und moralisch bedenklich“. Das Kindeswohl bleibe auf der Strecke.

Um den Gegnerinnen und Gegnern des Gesetzes Paroli zu bieten, hat die Operation Libero ihrerseits eine Online-Petition f├╝r das Gesetz gestartet. Bis am Dienstagnachmittag unterschrieben rund 108’000 Personen die Forderung nach einer „bedingungslosen ├ľffnung der Ehe“ und der „Gew├Ąhrung aller damit verbundenen Rechte“.

(text:sda/bild:unsplash)