30 April 2021

Reallöhne vergangenes Jahr um 1,5 Prozent gestiegen

Schweizer Angestellte haben 2020 trotz der Coronakrise mehr Lohn erhalten. Die Nominallöhne stiegen im vergangenen Jahr laut der Berechnung des Bundesamtes fĂŒr Statistik (BFS) um 0,8 Prozent. Weil aber auch die Inflation um 0,7 Prozent zurĂŒckging, blieb im Portemonnaie real sogar ein Lohnplus von 1,5 Prozent.

Mit einer Zunahme der Nominallöhne von 0,8 Prozent bestĂ€tigt sich laut einer Mitteilung des BFS vom Freitag der seit 2012 beobachtete Trend einer moderaten Zunahme von höchstens 1,0 Prozent. Dabei seien die Entscheide ĂŒber Lohnerhöhungen fĂŒr das Jahr 2020 bereits im September gefĂ€llt worden, in dem eine Jahresteuerung fĂŒr 2020 von 0,4 Prozent prognostiziert worden war.

Durch die Coronapandemie und die dadurch verursachte Konjunkturverlangsamung sei das allgemeine Preisniveau aber schlussendlich um 0,7 Prozent gesunken. Dadurch ergab sich im Schnitt eine reale Lohnerhöhung von 1,5 Prozent, wie es weiter heisst.

Die Reallohnentwicklung habe sich 2020 zwischen -1,4 und +3,4 Prozent bewegt, was die Vielfalt der Lohndynamik in den unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen zeige, so das BFS.

Nach Sektoren aufgeteilt belief sich die Nominallohnerhöhung im tertiĂ€ren Sektor, also bei den Dienstleistungen, wie schon im Jahr 2019 auf 0,9 Prozent. Die stĂ€rkste Lohnerhöhung gab es dabei in der IT-Branche und fĂŒr Mitarbeitende in wissenschaftlichen oder technischen TĂ€tigkeiten sowie bei Freiberuflichen. Nominal stiegen die Löhne in diesen Bereichen um 2,7 Prozent, real um 3,4 Prozent.

Mit den am stĂ€rksten zurĂŒckgehenden Löhnen mussten sich hingegen die Angestellten von Versicherungen abfinden. Dort sank der Nominallohn im Schnitt um 2,1 Prozent, was einem realen LohnrĂŒckgang um 1,4 Prozent entspricht.

In der Produktion stiegen die Löhne nominal um 0,5 Prozent, wobei die stĂ€rksten nominalen Zunahmen in der Herstellung von Metallerzeugnissen (+2,2%) und im Baugewerbe (+0,8%) zu beobachten war. Am unteren Ende des Spektrums waren die Branchen Bergbau, Versorgung und Umweltschmutzbeseitigung mit einem nominalen LohnrĂŒckgang von -1,8 Prozent.

(text:sda/bild:ad)