10 Dezember 2023

Die Nachrichtenlage um 7 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

ISRAEL: Der Gaza-Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen geht auch in der neunten Woche in unvermindert brutaler HĂ€rte weiter. In der sĂŒdlichen Stadt Chan Junis, die als Hochburg der Hamas gilt, sowie in Dschabalia im Norden Gazas habe die israelische Armee ihre Angriffe in der Nacht zum Sonntag fortgesetzt, meldete die „Times of Israel“ unter Berufung auf palĂ€stinensische Berichte. Man habe inzwischen etwa 7000 Hamas-Terroristen getötet, hatte am Vorabend Israels Nationaler Sicherheitsberater Zachi Hanegbi dem Sender Channel 12 gesagt. Israel macht Jagd auf Hamas-Chef Jihia al-Sinwar, der wolle, dass die Hamas bis zum bitteren Ende kĂ€mpft.

Israel: Gefangene berichten von RealitÀtsverlust der Hamas (Gaza, 05:26)

KAP: Auf dem Weg nach Argentinien hat der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj einen Zwischenstopp im afrikanischen Inselstaat Kap Verde eingelegt. Nach einem Treffen mit dem Premierminister des Landes reiste Selenskyj weiter nach Buenos Aires zum Amtsantritt des neugewÀhlten argentinischen PrÀsidenten Javier Milei.

Die russische Polizei nahm derweil einen US-StaatsbĂŒrger wegen seiner Posts in einem sozialen Netzwerk fest. In Moskau erinnerte indes der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff bei einem Weihnachtskonzert an die Opfer des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Das ukrainische Parlament stimmte zuvor am Samstag fĂŒr EU-Beitrittsverhandlungen und rief die EU-Staaten zur Aufnahme der Verhandlungen mit Kiew. (Praia/Kiew, 05:12)

VENEZUELA: Die PrĂ€sidenten von Venezuela und Guyana, NicolĂĄs Maduro und Irfaan Ali, treffen sich am Donnerstag zu einem Gipfel ĂŒber ihren Grenzstreit. Der Gipfel werde auf St. Vincent und die Grenadinen stattfinden, teilte der dortige Regierungschef Ralph Gonsalves mit.

Es sei dringend nötig, „den Konflikt zu deeskalieren und einen angemessenen Dialog von Angesicht zu Angesicht aufzunehmen“, sagte Gonsalves am Samstag. Venezuela beansprucht die ölreiche Region Essequibo, die seit mehr als einem Jahrhundert zu Guyana gehört, fĂŒr sich. (Caracas, 04:27)

USA: Nach heftiger Kritik an ihrem Auftritt bei einer Kongress-Anhörung zu Antisemitismus an Elite-UniversitĂ€ten in den USA zieht die PrĂ€sidentin der University of Pennsylvania, Liz Magill, persönliche Konsequenzen. Wie die UniversitĂ€t am Samstag mitteilte, tritt die 57 Jahre alte Juristin als PrĂ€sidentin zurĂŒck. Sie lege das Amt freiwillig nieder, bleibe aber festes Mitglied der juristischen FakultĂ€t, hiess es. Eine BegrĂŒndung wurde zunĂ€chst nicht genannt.

Magill war am Dienstag gemeinsam mit den PrĂ€sidentinnen von Harvard und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu einer Anhörung im US-Kongress vorgeladen worden. Hintergrund sind antisemitische und islamophobe VorfĂ€lle an den Einrichtungen seit dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober – die auch alle drei PrĂ€sidentinnen einrĂ€umten. Sie verteidigten sich aber gegen Vorwurf, nicht genug gegen Antisemitismus auf dem Campus zu tun. (Washington, 02:04)

VERMISCHTES

WETTER: Orkanböen sind in der Nacht auf Sonntag ĂŒber die Schweizer Alpen gefegt. Auf dem Jungfraujoch BE wurden Windgeschwindigkeiten von 155 Kilometer pro Stunde gemessen, wie der Wetterdienst Meteonwes am Sonntagmorgen auf X (ehemals Twitter) mitteilte.

Auf dem SĂ€ntis AR blies der Wind mit 153 Kilometer pro Stunde (km/h), wie die Messwerte von Meteonews zeigten.

Auch in tieferen Gefilden war es windig: Die Messstation auf der St. Chrischona nahe Basel zeigte eine Windgeschwindigkeit von 112 km/h an. Von einem Orkan spricht man bei einer Geschwindigkeit von 118 km/h. Sturmböen gab es auch in der Stadt Freiburg, in Brienz-Hofstetten BE und in Gersau SZ mit Windgeschwindigkeiten von fast 100 km/h. (Bern, 06:20)

USA: Infolge schwerer Unwetter sind im US-Bundesstaat Tennessee mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen starben in Clarksville, nachdem am Samstagnachmittag (Ortszeit) ein Tornado ĂŒber den Ort hinweggefegt war, wie die Bezirksverwaltung mitteilte. Bei einem der Todesopfer handelte es sich demnach um ein Kind. 23 Menschen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Auch im rund eine Autostunde sĂŒdöstlich gelegenen Nashville, der Hauptstadt von Tennessee, kamen drei Menschen infolge eines schweren Unwetters ums Leben, wie das Lagezentrum der Stadt mitteilte. An beiden Orten wurden HĂ€user teils schwer beschĂ€digt, Stromleitungen umgerissen.

Der BĂŒrgermeister von Clarksville, Wes Golden, sprach von einem „traurigen Tag“. Man bete fĂŒr alle Verletzten und fĂŒr diejenigen, die Angehörige oder ihr Zuhause verloren hĂ€tten. FĂŒr alle, die Hilfe benötigten, sei eine Notunterkunft eingerichtet worden. Die Einwohner der Stadt wurden gebeten, in ihren HĂ€usern zu bleiben, um die Strassen fĂŒr Rettungsfahrzeuge frei zu halten. (Clarksville/Nashville/Washington, 04:38)