25 September 2021

Die Nachrichtenlage um 6 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

CHINA: Fast drei Jahre nach ihrer Festnahme in China sind die kanadischen Geschäftsleute Michael Spavor und Michael Kovrig auf freien Fuss gesetzt und in ihre Heimat ausgeflogen worden.

Das teilte der kanadische Premierminister Justin Trudeau in der Nacht zu Samstag mit – nur wenige Stunden, nachdem bekanntgeworden war, dass die seit Jahren in Kanada festsitzende Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou infolge einer Vereinbarung mit den US-Behörden in ihr Heimatland China zurückkehren kann. (Ottawa, 04:08)

BRASILIEN: Angesichts zahlreicher Abschiebungen aus den USA erwägt Brasilien die Aufnahme von Menschen aus Haiti unter bestimmten Bedingungen.

Das bestätigten das brasilianische Aussenministerium und die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Mexiko der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend (Ortszeit). Die IOM teilte mit, sie bemühe sich um humane, geregelte und sichere Alternativen zu einer Rückkehr nach Haiti, das zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas gehört. Die Kommunikation mit der brasilianischen Botschaft in Mexiko sei Teil dieser Bemühungen. (Brasília/Mexiko-Stadt, 05:14)

CHINA: Die seit Jahren in Kanada festsitzende Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou kann nach einer Vereinbarung mit den US-Behörden nach China zurückkehren.

Die US-Regierung zog am Freitag ihren Auslieferungsantrag zurück, ein kanadisches Gericht hob daraufhin alle Kautionsauflagen auf. „Meng Wanzhou steht es frei, Kanada zu verlassen“, erklärte das kanadische Justizministerium.

Die Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen war wenige Stunden zuvor einen Deal mit dem US-Justizministerium eingegangen. Das Verfahren soll zunächst auf Eis gelegt und später eingestellt werden, wenn sich Meng an die Konditionen der Vereinbarung hält. Meng verpflichtete sich unter anderem, nicht der Darstellung einzelner Sachverhalte durch die US-Seite zu widersprechen. Zuvor hatte sich Meng vor Gericht erneut für unschuldig erklärt. Die Frist, für die das Verfahren ausgesetzt werde, laufe bis 1. Dezember 2022, hiess es bei der Verhandlung. (New York, 01:08)

SPORT

SUPER LEAGUE: Seit Mai 2015 hat St. Gallen gegen YB in der Meisterschaft ein einziges Mal gewonnen. Auch der Formstand der Teams deutet nicht darauf hin, dass der FCSG am Samstag aus Bern Punkte mitnehmen könnte.

Unterschiedlicher könnten die Vorgaben für das Spiel im Wankdorf vom Samstag um 18 Uhr in der Tat nicht sein. Hier die Young Boys, die in den letzten Wochen nicht nur beim grandiosen Sieg über Cristiano Ronaldos Manchester United überzeugte. Dort die St. Galler, die zuletzt in Genf 1:5 und daheim gegen Basel 0:2 verloren und zu allem Übel in Bern auch noch ohne die gesperrten Schlüsselspieler Lukas Görtler und Betim Fazliji auskommen müssen. Die Vorzüge der beiden Mannschaften – besonders ihre Konstanz – haben sich zu Ungunsten des FCSG stark verändert, seit sie in der Saison 2019/20 bis fast zuletzt um den Meistertitel gestritten hatten. (Fussball, 04:00)