29 September 2022

Die Nachrichtenlage um 5 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

STEUERN: Der Nationalrat befasst sich (heute) Donnerstag als Zweitrat mit der Abschaffung des Eigenmietwertes. Der Ständerat hat sich im Herbst 2021 relativ knapp für einen Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung ausgesprochen.

Die Idee ist ein heisses Eisen und bisher zweimal an der Urne gescheitert und schon mehrfach im Parlament. Und es wird auch beim neusten Anlauf wieder eng. Bereits der Ständerat hatte den Systemwechsel im vergangenen Herbst nur mit 20 zu 17 Stimmen beschlossen. (Bern, 04:30)

IRAK: Nach den iranischen Raketen- und Drohnenangriffen in der autonomen Kurdenregion im Irak ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 13 gestiegen. Unter den Toten sei auch eine schwangere Frau, teilten die Behörden der Kurdenregion am Mittwochabend mit.

58 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter auch Kinder. Insgesamt seien mehr als 70 Angriffe mit Raketen und bewaffneten Drohnen registriert worden.

Über den angegriffenen Orten nahe der nordirakischen Stadt Suleimanija stieg Rauch auf, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Laut dem kurdischen Fernsehsender K24 wurden auch drei seiner Journalisten verletzt. (Sargwes, 02:01)

RUSSLAND: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Scheinreferenden in den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine sprechen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordere die Unterstützung der Türkei für die betroffenen Regionen und „dass wir Putin überzeugen“, sagte Erdogan am Mittwochabend. Am Donnerstag werde er das mit dem Kremlchef diskutieren.

Zu den Referenden sagte Erdogan: „Ich wünschte, sie würden kein Referendum abhalten, und wir könnten dieses Problem stattdessen durch Diplomatie lösen.“ (Istanbul, 00:33)

WIRTSCHAFT

FINANZHILFE: Barbados soll als erstes Land der Welt Gelder aus einem neuen Sonderfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten, mit dem ärmere Länder bei der Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels unterstützt werden sollen.

Wie der IWF am Mittwoch in Washington mitteilte, soll der Inselstaat 183 Millionen Dollar aus dem Fonds erhalten. Der IWF wolle die Finanzmittel bereitstellen, um Massnahmen zum Klimaschutz und deren Folgen in dem Karibikstaat zu unterstützen, erklärte der Leiter einer IWF-Delegation in Barbados, Bert van Selm. (Washington, 03:25)

HYPOTHEKEN: Die jüngste Zinserhöhung der Schweizerischen Nationalbank hat Spuren auf dem Hypothekarmarkt hinterlassen. Einen Boom gab es trotz der steigenden Zinsen bei den kurzfristig ausgerichteten Saron-Hypotheken. Die beliebteste Hypothek bleibt jene mit 10 Jahren Laufzeit.

Während die Festhypotheken nach dem jüngsten Zinsanstieg wieder ein Niveau erreicht haben wie letztmals Mitte 2011, haben sich die Zinsen für die Saron-Hypotheken kaum bewegt. Sie kosten aktuell 0,97 Prozent, wie der Vergleichsdienst Comparis am Donnerstag mitteilte. (Bern, 01:47)

TÜRKEI: Der türkische Präsident hat der hohen Inflation zum Trotz erneut für eine Absenkung des Leitzinses plädiert. Man müsse den Leitzins bis Ende des Jahres auf einen einstellige Wert bringen, sagte Erdogan am Mittwochabend laut der Nachrichtenagentur Anadolu.

Erst vergangene Woche hatte die türkische Notenbank den Leitzins um 1,0 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent gesenkt. Die Lira steht angesichts der sehr lockeren Geldpolitik schon seit längerem unter Druck. Sie gab nach der Entscheidung nach und stand zum Dollar so schwach wie noch nie. (Istanbul, 23:25)

VERMISCHTES

NIEDERLANDE KLIMA JUSTIZ: Bewohner der Karibikinsel Bonaire wollen die niederländische Regierung vor Gericht dazu zwingen, sie vor dem steigenden Meeresspiegel zu schützen.

Wie die Umweltorganisation Greenpeace am Mittwoch mitteilte, soll die Klage noch in diesem Jahr vor einem Gericht in Den Haag eingereicht werden. Die Kläger berufen sich auf eine Studie von Greenpeace und der Vrije Universiteit Amsterdam, wonach bis zum Ende des Jahrhunderts ein Fünftel von Bonaire im Meer versinken könnte. (Den Haag, 01:54)

USA: Bei Schüssen auf einem Schulgelände in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien sind sechs Menschen verletzt worden. Zwei der Opfer hätten lebensgefährliche Schusswunden erlitten, teilte Polizei-Chef Darren Allison am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Betroffenen seien 18 Jahre oder älter. Festnahmen gab es den Angaben zufolge zunächst nicht. Die Polizei suche nach mindestens einem Schützen, sagte Allison. Die Hintergründe der Tat waren vorerst unklar. Der Campus mit mehreren Schulen war nach dem Vorfall abgeriegelt worden.

Derartige Waffengewalt an einer Schule „erschüttert die Seele“, schrieb die Bürgermeisterin von Oakland, Libby Schaaf, auf Twitter. Schulen sollten sichere Zufluchtsorte für Kinder sein. Der „unkontrollierte Zugriff auf Waffen“ in den USA sei unentschuldbar. Schusswaffen sind in den Vereinigten Staaten verhältnismässig leicht zu bekommen. (Oakland, 04:28)

GROSSBRITANNIEN: Ein Aston Martin DB5 aus dem jüngsten James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ („No Time To Die“) ist für umgerechnet ca. 3,26 Millionen Euro (2,92 Millionen Pfund) in London versteigert worden. Der ikonische Wagen, der in einer Actionszene zu Beginn des Actionthrillers eingesetzt wurde, war Teil einer Auktion, die zum 60. Jubiläum der 007-Filme am Mittwoch beim traditionsreichen Auktionshaus Christie’s durchgeführt wurde. Der Erlös der Versteigerung kommt knapp 50 Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden zugute.

Per Telefon und Internet boten unter anderem Interessenten aus Spanien, den USA, Kanada und Japan mit. Ein Aston Martin V8, den Bond-Darsteller Daniel Craig ebenfalls in „Keine Zeit zu sterben“ fuhr, kam vor den Augen der 007-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson für ca. 704 000 Euro (630 000 Pfund) unter den Hammer. In den meisten Fällen wurde der Schätzwert deutlich überboten. „Das ist unglaublich“, sagte Wilson nach der zweistündigen Veranstaltung überwältigt, während Broccoli mit den Tränen kämpfte. (London, 00:17)

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