29 September 2023

Die Nachrichtenlage um 5 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

SCHWEIZ – KOSOVO: Der kosovarische Premierminister Albin Kurti hat die Notwendigkeit der Schweizer UnterstĂŒtzung fĂŒr den Kosovo betont. Um ein Mitglied des Europarates zu werden, brauche das Land Freunde, “die uns wahrheitsgetreu darstellen”, sagte Kurti in einem Interview.

Der Kosovo strebt den Beitritt in den Europarat nĂ€chstes Jahr an, wie Kurti im am Freitag publizierten Interview mit der “Neuen ZĂŒrcher Zeitung” sagte. Im Vorfeld gehe es um Geopolitik. Die Brics-LĂ€nder, also Brasilien, Russland, Indien, China und SĂŒdafrika, wĂŒrden den Kosovo nicht anerkennen. “Wir brauchen die UnterstĂŒtzung der Schweiz”, sagte Kurti. Das Interview entstand im Anschluss an sein Treffen mit BundesprĂ€sident Alain Berset vor einer Woche. (Bern, 03:44)

USA: In den USA rĂŒckt eine mögliche Stilllegung der RegierungsgeschĂ€fte – ein sogenannter Shutdown – immer nĂ€her. Die US-Regierung teilte den BeschĂ€ftigten der Bundesbehörden am Donnerstag mit, dass ein “Shutdown” unmittelbar bevorzustehen scheine, berichteten mehrere US-Medien ĂŒbereinstimmend. Das bedeutet, dass Millionen Angestellte und MilitĂ€rangehörige kein Gehalt mehr gezahlt werden kann. Um eine Stilllegung der RegierungsgeschĂ€fte zu verhindern, mĂŒssten sich Republikaner und Demokraten im Kongress vor Sonntag auf eine Lösung einigen.

Neuer Haushalt muss her (Washington, 02:16)

USA: US-PrĂ€sident Joe Biden hat bei einer Rede ĂŒber Demokratie einen Zwischenrufer zurechtgewiesen, der mehr Klimaschutz forderte. “Wenn Sie den Mund halten, werde ich mich gleich danach mit Ihnen treffen”, sagte Biden am Donnerstag in Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Biden erinnerte dort an den 2018 gestorbenen Senator John McCain, als er von Rufen aus dem Publikum unterbrochen wurde. Der Zwischenrufer fragte den Demokraten, warum dieser noch keinen Klimanotstand ausgerufen habe. Hunderte Menschen in Arizona seien bereits gestorben. “Demokratie ist niemals einfach”, reagierte Biden auf den Vorfall. Das habe sich gerade gezeigt. Es war zunĂ€chst offen, ob und wann Biden mit dem Aktivisten zusammenkommt.

Klimanotstand schon lÀnger ein Thema in den USA (Washington/Tempe, 01:53)

GOTTHARDTUNNEL: Die Schweizerische Untersuchungsstelle (Sust) hat in einem Zwischenbericht den Radbruch als Ursache der GĂŒterzug-Entgleisung im Gotthard-Basistunnel bestĂ€tigt. Die bestehenden Zugkontrolleinrichtungen konnten den bereits bestehenden Schaden am Rad nicht entdecken.

Der Radbruch lĂ€sst sich auf ErmĂŒdungsrisse im Metall zurĂŒckfĂŒhren, wie die Sust in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht schreibt. Solche ErmĂŒdungsrisse wachsen mit anhaltendem Gebrauch bis zum Gewaltbruch des Rads. FĂŒr betriebliche MĂ€ngel als Unfallursache fand die Sust keine Hinweise. (Bern, 01:22)

WIRTSCHAFT

AUTOMOBILINDUSTRIE: Eine US-Behörde wirft Tesla in einer Klage vor, rassistische Beleidigungen gegen schwarze Arbeiter zugelassen zu haben. Auch sei der Elektroauto-Hersteller gegen einige betroffene BeschÀftigte vorgegangen, die sich dagegen gewehrt hÀtten.

Vom amerikanischen Autohersteller Tesla gab es zunĂ€chst keine Reaktion auf die VorwĂŒrfe in der am Donnerstag veröffentlichten Klageschrift.

Der Klage der Behörde EEOC zufolge wurden rassistische Beleidigungen offen in Produktionshallen des Tesla-Stammwerks im kalifornischen Fremont ausgesprochen. Vorgesetzte seien nicht eingeschritten, obwohl sie dies mitbekommen hÀtten. (San Francisco, 00:36)

SPORTARTIKEL: Ein RĂŒckgang im Heimatmarkt USA hat im vergangenen Quartal das GeschĂ€ft des Sportartikel-Riesen Nike gebremst. Die US-Erlöse sanken im Jahresvergleich um zwei Prozent auf gut 5,4 Milliarden Dollar.

In anderen Regionen gab es dagegen ZuwÀchse, so dass der weltweite Umsatz um zwei Prozent auf rund 12,94 Milliarden Dollar (12,25 Mrd Euro) zulegte. Unterm Strich sank der Gewinn um ein Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar, wie Nike nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. (Beaverton, 23:19)

VERMISCHTES

NIEDERLANDE: Nach den tödlichen Angriffen in Rotterdam soll der mutmassliche TĂ€ter an diesem Freitag dem Haftrichter vorgefĂŒhrt werden. Der 32 Jahre alte Student soll am Donnerstag drei Menschen in der niederlĂ€ndischen Hafenstadt erschossen haben. Die Polizei spricht von einer “gezielten Tat”, doch ist das Motiv noch unklar.

Der Mann hatte nach Polizeiangaben zunÀchst in einer Wohnung eine 39 Jahre alte Frau erschossen und ihre 14 Jahre alte Tochter schwer verletzt. Sie erlag spÀter ihren schweren Verletzungen. Ausserdem hatte der Mann der Polizei zufolge in der Uniklinik einen 46 Jahre alten Dozenten getötet. (Rotterdam, 02:20)

KULTUR

FERNSEHEN: Die Musiker und Moderatoren Bill und Tom Kaulitz haben den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. In der Kategorie beste Unterhaltungsshow heimsten die Mitglieder der Band Tokio Hotel mit ihrer Sendung “That’s my Jam mit Bill und Tom Kaulitz” von RTL+ den Preis ein.

Die Kaulitz-BrĂŒder konnten sich in der Gala in Köln am Donnerstagabend gegen “Wer stiehlt mir die Show” von ProSieben und die “Giovanni Zarella Show” des ZDF durchsetzen.

“Wir haben gar nichts vorbereitet, wir sind gerade total ĂŒberwĂ€ltigt”, sagte der sichtlich begeisterte Bill Kaulitz in seiner Dankesrede. In der Musik-Spielshow treffen die Zwillinge als Gastgeber auf prominente Kandidaten, die Quizfragen beantworten oder bekannte Songs in andere Musikstile ĂŒbertragen mĂŒssen. “Es hat uns total Spass gemacht, zum ersten Mal eine Sendung zu moderieren”, betonte Kaulitz. (Köln, 22:55)

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