24 September 2021

Die Nachrichtenlage um 23 Uhr

Die Schlagzeilen:

VERMISCHTES

JAGD: Nach dem versehentlichen Abschuss eines Lamas im Muotathal fordert die Tierrechtsorganisation Peta ein Verbot der Hobbyjagd. Juristisch gilt der Abschuss eines Lamas wie auch jener eines Pferdes vor drei Wochen im Oberengadin nicht als Fehlabschuss.

Gerade Hobbyjäger würden zuweilen vorschnell abdrücken, kritisierte die Tierrechtsorganisation Peta am Freitag in einer Mitteilung. Ein Verbot der Hobbyjagd in der Schweiz sei „überfällig“. Jedes Jahr seien Fehlschüsse für erhebliches Leid bei hunderttausenden Tieren verantwortlich. Auch Menschen würden immer wieder getroffen, verletzt oder sogar getötet. (Bern, 21:58)

POLITIK

KLIMA: Im Rahmen eines internationalen Aufrufs der Initiative Fridays for Future haben tausende Menschen am Freitag in mehreren Schweizer Städten Klimagerechtigkeit gefordert. Im Zentrum standen jene, die von der Klimakrise betroffen sind.

Den Auftakt machte Zürich. Beim offiziellen Start des Klimastreiks am Nachmittag auf der Polyterrasse bei der ETH Zürich fanden sich zunächst ein paar hundert Personen ein – und mit jedem eintreffenden Polybähnchen und Tram wurden es etwas mehr. Nach Angaben der Organisatoren nahmen schliesslich 4000 Menschen an der Demonstration in Zürich teil. „Die Erde kocht vor Wut“, hiess es auf einem Plakat. Auf anderen „Klimakiller Nr. 1 – Fleisch und Milch“ oder „Stoppt die Ausbeutung“. (Zürich/Bern, 19:26)

USA: Nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den USA hat Präsident Joe Biden dringend dazu aufgerufen, das Angebot zu nutzen.

Biden appellierte am Freitag bei einer Ansprache im Weissen Haus an die Berechtigten, sich eine dritte Impfung geben zu lassen, sobald sie an der Reihe seien. Es sei eine Tragödie, dass noch immer Menschen sterben müssten, weil sie ungeimpft seien. „Bitte lassen Sie das nicht Ihre Tragödie werden“, mahnte der Präsident. (Washington, 18:42)

FRANKREICH: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat von der neuen libanesischen Regierung rasche Reformen verlangt.

Bei einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten des Libanons, Nadschib Mikati, am Freitag in Paris, sagte Macron, es sei dringend, die ersten Massnahmen zu treffen. Konkret sprach er von Reformen im Energiesektor, der Verwaltung und im Bereich der öffentlichen Gelder. Auch den Kampf gegen Korruption nannte er.

Ziel ist es Macron zufolge, wieder einen tragbaren Alltag für die libanesische Bevölkerung zu schaffen. Mikati versicherte Macron, die notwendigen Schritte so schnell wie möglich umsetzen zu wollen. (Paris, 18:39)

INTERNATIONAL: Bei einem Energie-Gipfel am Rande der UN-Generaldebatte haben Mitgliedsstaaten und der Privatsektor den Vereinten Nationen zufolge Zusagen für den Ausbau erneuerbarer Energien im Volumen von mehr als 400 Milliarden Dollar gemacht.

„Über 35 Länder – von kleinen Inselentwicklungsstaaten bis hin zu grossen Schwellen- und Industrieländern – sind in Form von Energiepakten bedeutende neue Energieverpflichtungen eingegangen“, teilten die UN am Freitag in New York mit. (New York, 18:15)

SPORT

NATIONAL LEAGUE: Für die grosse Überraschung der Runde in der National League sorgt Aufsteiger Ajoie. Die Jurassier gewinnen in Zug mit 3:2 nach Verlängerung.

Biel ist weiter nicht zu stoppen. Trotz eines 0:2-Rückstandes nach 65 Sekunden feiern die Seeländer in Bern mit 4:3 nach Verlängerung den achten Sieg im achten Spiel. Die Bieler liegen nun vier Punkte vor Titelverteidiger Zug.

Vier Zähler hinter dem EVZ liegen die ZSC Lions, die das zuvor punktgleiche Lugano 4:2 bezwangen und zum dritten Sieg in Folge kamen. Neu Fünfter ist Fribourg-Gottéron, das in Genf gegen Servette 3:1 triumphierte und erstmals nach vier Niederlagen wieder gewann. Das sechstklassierte Davos setzte sich in Lausanne 5:2 durch, die Rapperswil-Jona Lakers siegten bei den SCL Tigers nach einem 0:2 mit 5:4. Es war für die nun siebtplatzierten St. Galler der dritte Erfolg in Serie. (Eishockey, 22:40)