13 Juli 2024

Die Nachrichtenlage um 22 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

ISRAEL: Israels Armee hat im Gazastreifens den Anführer des militärischen Arms der Hamas, Mohammed Deif, angegriffen und dabei Dutzende andere Menschen getötet. Ob auch Deif bei dem Luftangriff getötet oder verletzt wurde, war zunächst nicht gewiss.

„Es besteht noch keine absolute Gewissheit“, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv. Die Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass sie noch prüfe, ob Deif und Rafa Salama, der Kommandeur der Chan-Junis-Brigade, bei dem Luftschlag westlich von Chan Junis ums Leben gekommen seien. Beide seien „Drahtzieher des Massakers vom 7. Oktober“ auf israelischem Boden gewesen, hiess es. (Gaza, 21:16)

USA: In der Debatte über die Eignung Joe Bidens als Präsidentschaftskandidat hat der 81-Jährige Rückendeckung von dem linken Politiker Bernie Sanders erhalten. Auch wenn er in vielen Fragen anderer Meinung sei als Biden, schrieb Sanders in einem in der „New York Times“ veröffentlichten Meinungsbeitrag, halte er Biden für den „effektivsten Präsidenten“ in der modernen Geschichte des Landes. Der Amtsinhaber sei „der stärkste Kandidat, um Donald Trump – einen Demagogen und pathologischen Lügner – zu schlagen“.

Sanders, der ein Jahr älter ist als Biden, schob den Medien die Verantwortung für die schlechte Wahrnehmung Bidens zu. Seit mehr als zwei Wochen konzentrierten sie sich „wie besessen“ auf Bidens verpatzen TV-Auftritt und seine geistige Verfassung. „Verzweifelt“ suche man nach Stimmen, die Biden nicht mehr unterstützen – und nach Neurologen, die ihre Einschätzung im Fernsehen kundtäten. Leider hätten sich zu viele Demokraten in dem „Erschiessungskommando“ eingereiht. (Washington, 21:28)

FRANKREICH: Nach der Wahlniederlage des Mitte-Lagers in Frankreich will der amtierende Premierminister Gabriel Attal als Fraktionsvorsitzender zur Erneuerung der Partei von Präsident Emmanuel Macron beitragen. Wie der Fernsehsender BFMTV berichtete, stimmten 84 der 98 für die Wahl registrierten Renaissance-Abgeordneten für den 35-Jährigen als neuen Chef der Gruppe in der französischen Nationalversammlung.

In einer dem „Parisien“ vorliegenden Dankesbotschaft versprach Attal, „Brücken zu den politischen Kräften zu bauen, die der Republik und dem Erfolg Frankreichs verbunden sind und gleichzeitig die Werte der Partei respektieren“. Zuvor hatte er erklärt, er wolle die Partei neu denken und neu erfinden. Attal war der einzige Kandidat für den Fraktionsvorsitz. (Paris, 20:33)

KUNDGEBUNG: Nach dem zweiten Freispruch von sechs Stadtpolizisten haben am Samstag in Lausanne rund 400 Personen gegen Polizeigewalt demonstriert. Beim Prozess vor Obergericht ging es um den Fall eines 2018 bei einer gewaltsamen Festnahme umgekommenen Nigerianers.

Der 39-Jährige stand im Verdacht des Drogenhandels. Zur Demonstration aufgerufen hatten die Familie des Opfers und ein Kollektiv. Bereits bei dem nach Renens verlegten Prozess vor zweiter Instanz war es zu Kundgebungen gekommen. (Lausanne, 17:38)

VERMISCHTES

USA: Die Sex-Therapeutin Ruth Westheimer ist tot. Die als „Dr. Ruth“ bekannte Psychologin starb am Freitagabend (Ortszeit) im Alter von 96 Jahren und in Anwesenheit ihrer Kinder Miriam und Joel, bestätigte Sprecher Pierre Lehu der Deutschen Presse-Agentur dpa. Westheimer gilt besonders in den USA als wichtige Wegbereiterin für einen offenen Umgang mit Sex- und Partnerschaftsfragen.

Sie wurde 1928 als Karola Ruth Siegel in Wiesenfeld in der Nähe von Frankfurt in eine jüdische Familie geboren und als Zehnjährige, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, mit einem Kindertransport in die Schweiz gebracht. Sie überlebte den Holocaust und nahm 1965 die US-Staatsbürgerschaft an, später erlangte sie auch ihre deutsche Staatsbürgerschaft zurück. (New York, 18:00)

USA: Die weltberühmte Sex-Therapeutin Ruth Westheimer ist tot. Die US-Amerikanerin starb Freitagabend (Ortszeit) im Alter von 96 Jahren, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa bestätigte. (New York, 17:36)

NIGERIA: Rettungskräfte suchen nach dem Einsturz eines zweistöckigen Schulgebäudes in Nigeria fieberhaft nach Überlebenden. Bis Samstagmittag konnten weitere 73 Menschen aus den Trümmern geborgen werden, teilte das Nigerianische Rote Kreuz auf der Plattform X mit. Die Behörden des westafrikanischen Landes hatten am Freitagabend mitgeteilt, dass bei dem Einsturz im Bundesstaat Plateau mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen seien, unter ihnen vor allem Schülerinnen und Schüler.

Die genaue Zahl der Opfer sei weiterhin unbekannt. Die Regierung des Bundesstaates ordnete am Samstag eine dreitägige Trauerzeit um die Opfer des Unglücks an. Ausserdem wurde die sofortige Schliessung der Schule angeordnet. (Abuja, 16:15)

KULTUR

FILM: Mehr als 55’000 Menschen haben am Internationalen Fantastic Film Festival in Neuenburg (NIFFF) den fantastischen Film gefeiert – weniger als im letzten Jahr. Der mit zehntausend Franken dotierte H.R.-Giger-„Narcisee“-Preis ging ans Horrordrama „Handling the Undead“.

Dies teilte das NIFFF am Samstag zum Abschluss der 23. Ausgabe des Festivals mit. Der Film der 35-jährigen Regisseurin Thea Hvistendahl handelt vom Wiedersehen mit kürzlich verstorbenen Angehörigen und von der Schwierigkeit der Trauerbewältigung. (Neuenburg, 19:00)

USA: Der New Yorker Videokünstler Bill Viola ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 73 Jahren, bestätigte sein langjähriger Galerist Jim Cohan der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zuvor hatte sein Produktionsstudio bei Instagram einen Beitrag über den Tod veröffentlicht. Violas Frau und langjährige künstlerische Partnerin Kira Perov ist die Leiterin des Studios in Long Beach, Kalifornien. In dem Beitrag heisst es, dass Viola an den Folgen einer Alzheimer-Erkankung gestorben sei.

Pionier der Videokunst (New York, 18:36)

SPORT

WIMBLEDON: Die Wimbledon-Siegerin kommt zum zweiten Mal in Folge aus Tschechien. Barbora Krejcikova gewinnt den Final gegen die Italienerin Jasmine Paolini in knapp zwei Stunden 6:2, 2:6, 6:4.

Die ehemalige Weltranglisten-Zweite und als Weltnummer 32 ins dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres gestiegene Krejcikova dominierte das Duell mit der italienischen Weltranglisten-Siebten Paolini zunächst, musste letztlich aber über drei Sätze und 1:56 Stunden gehen, um den zweiten Grand-Slam-Titel der Karriere perfekt zu machen. Das Turnier der Überraschungen endete somit mit einem weiteren Sieg einer Aussenseiterin. In der Siegerliste von Wimbledon folgt Krejcikova auf ihre Landsfrau Marketa Vondrousova. (Tennis, 18:54)

Strubelimutz

14 Jul 2024

08:30

21:57

BeO-News

14 Jul 2024

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