25 Februar 2021

Die Nachrichtenlage um 21 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

INTERNATIONAL: Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg damit allein seit Mitte Januar um rund 500 000 an. Weltweit gab es den Daten zufolge bislang knapp 113 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus. (Washington, 19:22)

OECD: Philipp Hildebrand hat seine Kandidatur um das Amt als künftiger OECD-Generalsekretär zurückgezogen. Das gab er am Donnerstag auf Twitter bekannt. Als Grund nannte er die fehlende breite Unterstützung der OECD-Mitglieder.

Hildebrand gehörte zu den vier Finalisten im Rennen um das Amt als künftiger Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ursprünglich waren es zehn Kandidaten.

„Heute habe ich den Dekan des OECD-Rates darĂĽber informiert, dass ich meine Kandidatur fĂĽr das Amt des nächsten Generalsekretärs der OECD zurĂĽckziehen möchte“, erklärte der frĂĽhere Präsident der Schweizerischen Nationalbank am Donnerstag auf Twitter. „Ich möchte dem Schweizer Bundesrat fĂĽr seine UnterstĂĽtzung danken und allen Ländern, die mich unterstĂĽtzt haben.“ (Bern, 18:57)

GROSSBRITANNIEN: Nach dem Putsch in Myanmar hat Grossbritannien weitere Sanktionen gegen Beteiligte des Militärs verhängt.

Sechs weitere Militärmitglieder dürfen fortan nicht mehr nach Grossbritannien reisen, ausserdem dürfen Unternehmen und Institutionen keinen Handel mehr mit ihnen treiben, wie das britische Aussenministerium am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte London bereits ähnliche Sanktionen gegen drei führende Militärgeneräle wegen ihrer Rolle bei Menschenrechtsverletzungen in dem südostasiatischen Land verhängt. (London, 17:44)

RUSSLAND: Nach seiner Verurteilung zu einer Straflagerhaft ist der Kremlgegner Alexej Nawanlny offensichtlich in eine andere Haftanstalt verlegt worden. Wohin, das war zunächst unklar.

Sein Anwalt Wadim Kobsew teilte am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit, der Oppositionelle habe die Untersuchungshaftanstalt in Moskau verlassen. Eine offizielle Bestätigung für die Verlegung lag zunächst nicht vor.

Kobsew sagte der Agentur Interfax, als er den 44-Jährigen in der Untersuchungshaft in Moskau habe treffen wollen, sei ihm gesagt worden, dass Nawalny das Gefängnis verlassen habe. „Mir wurde nicht gesagt, wohin er gebracht wurde, höchstwahrscheinlich in ein Straflager, aber möglicherweise auch woanders hin.“ (Moskau, 17:13)

WIRTSCHAFT

USA: Die Aufregung um den kriselnden Videospielhändler Gamestop findet am US-Finanzmarkt kein Ende. Nach starken Verlusten in den Vorwochen ging die Aktie des zum Spielball von Spekulanten gewordenen US-Unternehmens am Donnerstag mit einem Kursplus von 85 Prozent in den Handel.

Der Kurs hatte sich bereits am Vortag mehr als verdoppelt, ohne dass auf Anhieb ein klarer Grund ersichtlich gewesen wäre. Angesichts der Zustände an den US-Börsen warnte der langjährige Partner von Staranleger Warren Buffett, Charlie Munger, vor Exzessen. (New York, 16:37)

LUFTVERKEHR: Die Airline Swiss kommt angesichts der Schwierigkeiten beim Reisen weiterhin nicht aus dem Tief. So müssen die Pläne für die Flüge im zweiten Quartal gestutzt werden.

Infolge der anhaltenden Reiserestriktionen sei frühestens im Hochsommer mit einer nennenswerten Rückkehr der Reisetätigkeit zu rechnen, teilte die Swiss am Donnerstag mit. Vor allem im zweiten Quartal werde das Flugprogramm deshalb deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. (Zürich, 16:01)

KONJUNKTUR: Die Wirtschaft der USA ist im Herbst etwas stärker gewachsen als bisher bekannt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im vierten Quartal annualisiert 4,1 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Handelsministerium am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte.

Eine erste Schätzung hatte einen Zuwachs um 4,0 Prozent ergeben. Da die Zahlen jeweils auf das Jahr hochgerechnet sind, ist die Korrektur gering.

Im dritten Quartal war die Wirtschaft drastisch um annualisiert 33,4 Prozent gewachsen. Dies war eine Reaktion auf den historischen Einbruch im zweiten Quartal und eine Folge wieder gelockerter Corona-Beschränkungen. Da die Beschränkungen im Herbst wieder verschärft wurden, wurde auch die wirtschaftliche Erholung etwas ausgebremst. (Washington, 15:32)

VERMISCHTES

MALAYSIA: Tierische Unterbrechung einer nationalen Schulprüfung in Malaysia: Während die Jugendlichen in der Sungai Soi School in der Grossstadt Kuantan über einer Arbeit brüteten, kam ein Tapir auf das Gelände und fiel prompt in den Abfluss.

Herbeigeeilten Rettungskräften gelang es schliesslich nach sechs Stunden, das zwischen 200 und 250 Kilogramm schwere Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien, wie die Nachrichtenagentur Bernama am Donnerstag berichtete. Die Operation sei wegen der Grösse des Tieres schwierig gewesen. (Kuala Lumpur, 16:23)

KRIMINALITÄT: Die Freiburger Polizei hat drei mutmassliche Betrüger angehalten, die letzte Woche in Bulle in verschiedenen Geschäften gefälschte Mobiltelefone anboten.

Bei den Smartphones handelte es sich laut Polizeiangaben vom Donnerstag um Fälschungen, die „täuschend echt“ aussehen. Die mutmasslichen BetrĂĽger boten sie mit zusammen mit einer ebenfalls gefälschten Rechnung an, die mit den Daten der angeblich echten Geräte ĂĽbereinstimmte. (Freiburg, 15:54)

EUROPA: Die Gesamtzahl der Corona-Neuinfektionen in Europa liegt weiter deutlich unter dem Wert von Ende 2020, aber nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Zwei Wochen nacheinander habe es in der gesamten WHO-Region Europa nun jeweils weniger als eine Million gemeldete neue Infektionen gegeben, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Dieser Rückgang sei auf Länder zurückzuführen, die neue Massnahmen zur Verlangsamung der Virus-Ausbreitung eingeführt hätten. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen sei seit Ende 2020 um fast die Hälfte zurückgegangen, aber immer noch zehnmal höher als im vergangenen Mai. (Kopenhagen, 15:20)

KULTUR

LITERATUR: Der Schweizer Schriftsteller Philippe Jaccottet ist im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in der französischen Gemeinde Grignan gestorben. Dies teilte seine Familie der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag mit.

Philippe Jaccottet, einer der wenigen Schweizer Autoren, die in bereits zu Lebzeiten in die renommierte Bibliothèque de la Pléiade des Gallimard Verlags aufgenommen wurden. Er kam am 30. Juni 1925 in Moudon (VD) zur Welt und wird nun im kleinsten Familienkreis beigesetzt. (Bern, 16:03)

Veranstaltungen:

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