24 Juli 2021

Die Nachrichtenlage um 20 Uhr

Die Schlagzeilen:

VERMISCHTES

FERIENVERKEHR: Wer am Samstag per Auto in den S√ľden reisen wollte, musste mit viel Geduld ausgestattet sein: Nachdem die Fahrzeuge schon die ganze Nacht vor dem Nordportal des Gotthard-Tunnels standen, wuchs die Autoschlange am Samstag schnell auf eine L√§nge von 14 Kilometer an.

Bereits am fr√ľhen Morgen war die Kolonne zehn Kilometer lang, wie die TCS-Verkehrsinformationen via Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gaben. Die Autofahrerinnen und -fahrer mussten vor der Tunnel-Durchfahrt rund eine Stunde und 40 Minuten warten. (Amsteg UR, 17:29)

BRAND: Im Verbindungsgang zwischen zwei Schulpavillons in Zug sind am Freitagabend Gummimatten in Brand geraten. Die Freiwillige Feuerwehr Zug brachte das Feuer rasch unter Kontrolle. Drei zeuselnde Jugendliche sind nach ersten Erkenntnissen die Brandstifter.

Als sie mit dem Zeuseln aufhörten, löschten sie nicht alle Glut, wie die Kantonspolizei am Samstag mitteilte. So fingen die Gummimatten Feuer. Der Brand wurde um 20.30 Uhr gemeldet. Die brennenden Matten verursachten starken Rauch. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens war am Samstag nicht bekannt. (Zug, 15:55)

POLITIK

BRASILIEN: Tausende Brasilianer sind gegen die Corona-Politik der Regierung von Pr√§sident Jair Bolsonaro auf die Strasse gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie am Samstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rechten Staatschef, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal „G1“ berichtete. Zu Protesten kam es in mindestens 13 Provinzhauptst√§dten, darunter Rio de Janeiro, Recife und Salvador.

Die Regierung von Pr√§sident Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschr√§nkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile pr√ľft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie. (Rio de Janeiro, 19:06)

UNGARN: Tausende Ungarn haben nach Medienberichten am Samstag in Budapest f√ľr die Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) demonstriert. Der allj√§hrliche Marsch der Organisation „Budapest Pride“ fand diesmal vor dem Hintergrund der Politik des rechtsnationalen Ministerpr√§sidenten Viktor Orban statt, die sich verst√§rkt gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten richtet.

Im Juni beschloss das Parlament auf Betreiben der Regierung ein Gesetz, das den Zugang von Informationen √ľber nicht-heterosexuelle Lebensformen f√ľr Kinder verbietet – sei es im Schulunterricht oder √ľber Publikationen. Zudem ist Werbung verboten, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil der Normalit√§t dargestellt werden. Die EU-Kommission erw√§gt wegen dieses Gesetzes rechtliche Schritte gegen Ungarn. (Budapest, 18:18)

FRANKREICH: In Paris und anderen französischen Städten haben wieder Tausende Menschen gegen die Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien am Samstag. Der TV-Nachrichtensender BFM zeigte Bilder, wonach es in Paris am Rande des Protests zu Ausschreitungen kam Рdie Polizei habe Tränengas eingesetzt, so der Sender. Vor einer Woche waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit rund 114 000 Menschen auf die Strassen gegangen.

Die Mitte-Regierung von Premier Jean Castex hatte angesichts eines Anstiegs der Corona-Zahlen strengere Massnahmen auf den Weg gebracht. Das Land mit rund 67 Millionen Menschen kämpft nach Einschätzung von Castex mit einer vierten Corona-Welle. (Paris, 18:08)

AFGHANISTAN: Angesichts des Vorr√ľckens der militant-islamistischen Taliban will die Regierung Afghanistans in 31 der 34 Provinzen des Landes eine n√§chtliche Ausgangssperre verh√§ngen. Diese werde nach einem Beschluss von Pr√§sident Aschraf Ghani von 22.00 bis 04.00 Uhr Ortszeit gelten, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag mit. Nur drei Provinzen, darunter Kabul mit der gleichnamigen Hauptstadt, seien ausgenommen.

Mit dem Schritt sollten ein Eindringen von Taliban-Kämpfern in grössere Städte und nächtliche Terroranschläge vermieden werden, hiess es weiter. Wann genau die Massnahme in Kraft treten soll, stand zunächst nicht fest. (Kabul, 17:59)

KULTUR

BADEN-W√úRTTEMBERG: Deutschland kann sich mit neuen Welterbest√§tten schm√ľcken. Die UN-Organisation f√ľr Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) zeichnete Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen am Samstag zusammen mit acht anderen europ√§ischen Kurorten als „Grosse B√§der Europas“ als Welterbe aus. Das zust√§ndige Komitee der Unesco traf die Entscheidung auf seiner 44. Sitzung in der chinesischen Stadt Fuzhou. Mit dem begehrten Titel werden nur Kultur- und Naturst√§tten von herausragendem universellen Wert ausgezeichnet.

Die „Grossen B√§der Europas“ sind Kurorte, die vom sp√§ten 18. Jahrhundert bis ins fr√ľhe 20. Jahrhundert internationale Bedeutung erlangten. Nat√ľrliche Thermalwasser sind Grundlage einer Epochen √ľbergreifenden Tradition der europ√§ischen Badekultur. Zu den elf Kurst√§dten, die den Welterbetitel erhielten, z√§hlen auch Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes K√∂nigreich) sowie Karlsbad, Franzensbad und Marienbad aus der Tschechischen Republik. (Fuzhou, 16:12)

SPORT

KUNSTTURNEN: Die Schweizer Kunstturner erreichen in der Qualifikation ihr grosses Ziel und ziehen in den olympischen Teamfinal vom Montag ein.

Im zweiten Anlauf schaffte es die Generation um Pablo Brägger also doch noch. Dank einer bravourösen Teamleistung erreichte sie ihr grosses Ziel, einen Rang in den Top 8 an Olympischen Spielen. Viermal in Serie war dies der STV-Riege zuletzt an Weltmeisterschaften gelungen, doch ausgerechnet 2016 in Rio de Janeiro hatten dem Quartett die Nerven einen Streich gespielt. 1,3 Punkte fehlten damals zum Einzug in den Team-Final. (Kunstturnen, 17:38)