24 Februar 2021

Die Nachrichtenlage um 20 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

BERUFSPENDLER: Im vergangenen Jahr sind etwas weniger Berufstätige aus dem Ausland zur Arbeit nach Deutschland gependelt. Jeder zweite Arbeitspendler aus der Schweiz hat den deutschen Pass.

Nach Angaben des Bundesinstituts f√ľr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gingen im letzten Jahr 174’000 Personen mit Wohnsitz im angrenzenden Ausland 2020 in Deutschland einer sozialversicherungspflichtigen Besch√§ftigung nach.

Das waren etwa 6000 weniger als im Jahr zuvor, wie die Beh√∂rde am Mittwoch mitteilte. Die meisten Pendler aus den Nachbarl√§ndern kamen 2020 mit gut 72’000 aus Polen. In Frankreich hatten 43’000 Besch√§ftigte ihren Wohnsitz, in Tschechien gut 33’000. (Bonn, 18:29)

CORONAKRISE: Vor den Beratungen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs warnt die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, vor einer wirtschaftlichen Spaltung durch die Corona-Krise.

Die erwartete Konjunkturerholung könne von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen, schrieb die Bulgarin am Mittwoch in einem Blog.

Der IWF rechnet nach dem historischen Einbruch im vergangenen Jahr 2021 zwar mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,5 Prozent und 2022 dann von 4,2 Prozent. Es bestehe aber das Risiko, dass sich die Industrieländer deutlich schneller erholten und ärmere Staaten noch auf Jahre unter der Pandemie litten. (Washington/Berlin, 16:45)

FLUGGESELLSCHAFTEN: Die Fluggesellschaften sehen nicht die erhofften Buchungen f√ľr Ferien- und Gesch√§ftsreisen, um bald aus dem tiefen Corona-Loch zu kommen. Der Branchenverband IATA hat die Prognose deshalb nach unten korrigiert, wie Chef√∂konom Brian Pearce am Mittwoch in Genf sagte.

Die Menschen hätten aber grossen Nachholbedarf. Sobald sich die Infektionslage entspanne und Einreisebeschränkungen aufgehoben werden, geht der Verband davon aus, dass wieder deutlich mehr geflogen wird. (Genf, 16:19)

POLITIK

SCHWEDEN: Restaurants, Kneipen und Caf√©s bleiben in Schweden zwar weiterhin ge√∂ffnet, sollen aber wegen einer beunruhigenden Corona-Lage k√ľnftig um 20.30 Uhr schliessen.

Die Begrenzung solle ab dem 1. M√§rz und unabh√§ngig davon gelten, ob das Lokal Alkohol ausschenkt oder nicht, sagte der Generaldirektor der schwedischen Gesundheitsbeh√∂rde Folkh√§lsomyndigheten, Johan Carlson, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Der Vorschlag wird nun zur beh√∂rdlichen √úberpr√ľfung geschickt. (Stockholm, 18:59)

ITALIEN: Im zentralen Mittelmeer werden einem Bericht der Internationalen Organisation f√ľr Migration (IOM) zufolge Dutzende Fl√ľchtlinge vermisst.

Vor rund einer Woche waren von der libyschen K√ľste rund 120 M√§nner und Frauen in einem Boot Richtung EU-Grenze aufgebrochen und nach 15 Stunden in Seenot geraten, teilte die UN-Organisation am Mittwoch unter Berufung auf Zeugenberichte in Rom mit.

Das Schiff „Vos Triton“ hatte sich kurze Zeit sp√§ter dem Boot gen√§hert und knapp 80 Migranten aufgenommen. Bei der Aktion h√§tten jedoch viele ihr Leben verloren, hiess es weiter. Zuvor waren einige Menschen √ľber Bord gegangen. Die Geretteten warten derzeit vor der italienischen Hafenstadt Porto Empedocle darauf, die „Vos Triton“ verlassen zu k√∂nnen. Nach IOM-Angaben starben seit Jahresbeginn rund 160 Bootsmigranten im Mittelmeer. (Rom, 18:56)

BUNDESANWALTSCHAFT: Die Wahl eines neuen Bundesanwaltes oder einer neuen Bundesanwältin muss ein zweites Mal verschoben werden. Die parlamentarische Gerichtskommission (GK) kann der Vereinigten Bundesversammlung nach der zweiten Anhörungsrunde keinen Wahlvorschlag machen.

Zuletzt waren zwei Frauen und ein Mann im Rennen um die Nachfolge von Michael Lauber, der im vergangenen August vorzeitig aus dem Amt ausschied. Es waren Maria-Antonella Bino, Lucienne Fauquex und F√©lix Reinmann. Eigentlich h√§tte die Wahl in der bevorstehenden Fr√ľhjahrssession am 17. M√§rz stattfinden sollen. (Bern, 15:53)

D√ĄNEMARK: Nach der umstrittenen Massenkeulung von Millionen Nerzen in D√§nemark sucht die zust√§ndige Beh√∂rde eine Firma, die viele der get√∂teten Tiere wieder ausgr√§bt und zur Verbrennung bringt.

Die Lebensmittelbeh√∂rde F√łdevarestyrelsen ver√∂ffentlichte am Mittwoch eine Ausschreibung f√ľr die Ausgrabung der Pelztiere aus ihren langen Massengr√§bern auf zwei Milit√§ranlagen in der Region Mittelj√ľtland und den anschliessenden Transport zu M√ľllverbrennungsanlagen. (Kopenhagen, 15:26)

VERMISCHTES

PROZESS: Der Circus Knie wirft der Online-Plattform Viagogo vor, mit dem Verkauf von Knie-Tickets Markenrechte verletzt und unlauter gehandelt zu haben. Der Fall besch√§ftigte am Mittwoch das Handelsgericht St. Gallen. Viagogo bestritt die Vorw√ľrfe.

Das Urteil wird erst sp√§ter bekanntgegeben. Mit der Klage wehrte sich Knie gegen Verkaufspraktiken der Online-Plattform, etwa die Buchung von „Knie“ oder „Circus Knie“ als Keywords bei Suchmaschinen. So werde Kunden vorgegaukelt, sie w√ľrden bei einer offiziellen Verkaufsstelle Karten kaufen, sagte der Knie-Anwalt. (St. Gallen, 17:58)

UNFALL: Eine 65-jährige Frau ist am Mittwochmittag beim Wehr in Weinfelden TG in die Thur gefallen und konnte nur noch tot geborgen werden. Sie soll versucht haben, ihren Hund aus dem Fluss zu retten.

Kurz nach 12.20 Uhr ging bei der Notrufzentrale die Meldung ein, dass rund 400 Meter oberhalb des Thurwehrs eine Frau ins Wasser gefallen sei, wie die Thurgauer Polizei mitteilte. Einsatzkräfte hätten kurz darauf eine leblose Person beim Wehr entdeckt und sie geborgen. Sie konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. (Weinfelden, 16:56)

T√ĖTUNGSDELIKT: In Wilchingen SH ist am Dienstagabend eine 80-j√§hrige Frau erstochen worden. Der mutmassliche T√§ter war der 22-j√§hrige Enkel des Opfers. Er nahm sich anschliessend das Leben.

Die Frau wurde um 22 Uhr schwerverletzt in einem Einfamilienhaus gefunden. Trotz sofortiger Rettungsmassnahmen starb sie noch am Tatort, wie die Schaffhauser Polizei am Mittwoch mitteilte. Der mutmassliche Täter, ihr Enkel, nahm sich im deutschen Lottstetten das Leben.

Laut Polizei befand er sich vor der Tat in f√ľrsorgerischer Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Dazu war er seit 2017 vorbestraft wegen eines Vergehens gegen das Strassenverkehrsgesetz. (Wilchingen SH, 15:58)

GROSSBRITANNIEN: Eine Kiste mit mehreren Fundst√ľcken von den Reisen des britischen Forschers Charles Darwin (1809-1882) wird erstmals in seinem fr√ľheren Wohnhaus Down House in der englischen Grafschaft Kent ausgestellt. Das teilte die Stiftung English Heritage am Mittwoch mit.

Die einem Schmuckk√§stchen √§hnelnde rote Leder-Box mit abschliessbaren Schubladen enth√§lt mehrere Muscheln, die der Begr√ľnder der Evolutionstheorie auf seiner Expedition mit dem Forschungsschiff „HMS Beagle“ fand. Ausserdem sind darin Haarlocken seiner T√∂chter Emma und Henriette sowie ein seidenes Taschentuch des Forschers. (London, 15:37)

KULTUR

DEUTSCHLAND: Die zw√∂lfj√§hrige Schauspielerin Helena Zengel, die f√ľr ihre Rolle in einem Western neben Tom Hanks f√ľr einen Golden Globe nominiert wurde, ist bestens auf die Nacht der Preisverleihung vorbereitet.

„Wir sind dann in einem sehr sch√∂nen Hotel – ich glaube, das wird bestimmt eine richtig tolle Nacht!“, sagte die Sch√ľlerin in Berlin in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. „Ich werde mir bestimmt Popcorn holen.“ Das Outfit komme von einem Designer. „Das wird so eine Art Jumpsuit, aber mit einem neumodischen Style.“ (Berlin, 16:24)

GROSSBRITANNIEN: Die „Beatlemania“ in Liverpool hat nun auch die Universit√§t in der Heimatstadt der ber√ľhmten Band erreicht. Von September an werde der weltweit erste Master-Studiengang zu den „Fab Four“ angeboten, teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

„The Beatles: Music Industry and Heritage“ (Die Beatles: Musikindustrie und Erbe) richte sich an Interessenten aus der Musik- und Kreativwirtschaft, aber auch an Besch√§ftigte von Museen, Galerien sowie aus Tourismus- und Freizeitindustrie. (Liverpool, 14:44)

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