29 November 2023

Die Nachrichtenlage um 19 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

OLYMPISCHE SPIELE: Die IOC-Spitze schlĂ€gt Frankreich als Gastgeber fĂŒr die Winterspiele 2030 vor. Die folgende Ausgabe des olympischen Winter-Spektakels soll 2034 in den USA stattfinden, fĂŒr 2038 bekommt die Schweiz ein Vorzugsrecht. Das empfahl Olympische Komitees am Mittwoch in Paris. (Paris, 18:24)

ISRAEL: Kurz vor Ablauf der Feuerpause im Gaza-Krieg hat es am Mittwoch intensive Verhandlungen ĂŒber eine VerlĂ€ngerung gegeben. US-Aussenminister Antony Blinken sagte zu, „alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Pause zu verlĂ€ngern“. Die islamistische Hamas arbeitete laut eigenen Angaben hart an einer möglichen VerlĂ€ngerung, wie ein Sprecher dem Nachrichtensender Al-Dschasira sagte. Am Mittwochabend sollten erneut 10 israelische Geiseln von der Hamas freigelassen werden, fĂŒr die im Gegenzug 30 palĂ€stinensischen HĂ€ftlingen aus israelischen GefĂ€ngnissen freikommen sollten.

Ob die GesprĂ€che ĂŒber eine VerlĂ€ngerung Waffenruhe von Erfolg gekrönt sein wĂŒrden, stand am frĂŒhen Abend aber noch nicht fest. Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu kĂŒndigte in einer Mitteilung an, die KĂ€mpfe wieder aufzunehmen, wenn „diese Phase der RĂŒckkehr unserer Geiseln vollendet ist“. Er bekrĂ€ftigte zudem zum wiederholten Mal, an dem Kriegsziel der Zerstörung der Hamas festhalten zu wollen. (Gaza/Tel Aviv, 18:00)

INTERNATIONAL: Die Nato geht von enormen russischen Verlusten in der Ukraine aus. Nach EinschĂ€tzung des VerteidigungsbĂŒndnisses hat die Zahl der getöteten oder verwundeten russischen Soldaten mittlerweile die Marke von 300 000 ĂŒberschritten.

„MilitĂ€risch hat Russland einen erheblichen Teil seiner konventionellen StreitkrĂ€fte verloren“, sagte Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg am Mittwoch nach einem BĂŒndnistreffen mit dem ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba in BrĂŒssel. Dazu gehörten auch Hunderte Flugzeuge und Tausende Panzer. (BrĂŒssel, 17:37)

ARBEITSMARKT: Im kommenden Jahr sollen gleich viele ErwerbstÀtige aus Staaten ausserhalb von EU und Efta in der Schweiz leben und arbeiten können wie 2023. Der Bundesrat hat entschieden, die Drittstaats-Kontingente unverÀndert zu lassen.

Der Bundesrat hörte vor dem Entscheid am Mittwoch die Sozialpartner und die Kantone an. 2024 können erneut bis zu 8500 qualifizierte FachkrÀfte ausserhalb von EU und Efta rekrutiert werden: 4500 mit Aufenthaltsbewilligung B und 4000 mit Kurzaufenthaltsbewilligung L. (Bern, 16:15)

WIRTSCHAFT

INFLATION: Die Inflation in Deutschland hat sich im November abgeschwĂ€cht. Die Konsumentenpreise lagen um 3,2 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats, nach 3,8 Prozent im Oktober, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden anhand vorlĂ€ufiger Zahlen mitteilte.

Es war der niedrigste Stand seit Juni 2021 mit damals 2,4 Prozent. Der Preisauftrieb hat sich inzwischen deutlich verringert.

Im September lag die Jahresinflationsrate noch bei 4,5 Prozent und im August bei 6,1 Prozent. Zu Jahresbeginn stand sogar eine Acht vor dem Komma. (Wiesbaden, 15:43)

DETAILHANDEL: Es hat sich schon lÀnger abgezeichnet und jetzt ist es offiziell: Das Signa-Imperium von René Benko ist zahlungsunfÀhig. In der Schweiz ist neben dem Warenhaus Globus auch die Bank Julius BÀr von der Entwicklung betroffen. Die Auswirkungen halten sich noch in Grenzen.

Am Mittwoch hat die Signa Holding GmbH vor dem Handelsgericht Wien die Insolvenz beantragt, wie die GlĂ€ubigerschutzverband KSV1870 bestĂ€tigte. Mit dem Insolvenzverfahren wolle das Unternehmen die GeschĂ€fte geordnet weiterfĂŒhren und ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchfĂŒhren. (Wien, 15:39)

VERMISCHTES

KLIMA: Das GefĂŒhl hat nicht getĂ€uscht: In den meisten Gebieten der Schweiz ist vom 1. bis am 25. November fast tĂ€glich Niederschlag gefallen. Der regenreiche Monat beendete einen der wĂ€rmsten Herbste seit Messbeginn.

In der Westschweiz sowie im zentralen und östlichen Mittelland fiel bereits bis zur Monatsmitte zum Teil doppelt so viel Regen wie sonst wÀhrend des ganzen Monats, wie Meteoschweiz am Mittwoch mitteilte.

Bis zum Ende des Monats erreichten die Regenmengen auf der Alpennordseite mancherorts deutlich ĂŒber 200 Prozent, lokal sogar mehr als 300 Prozent der Monatsnorm vom 1991-2020. Gewisse Gebiete in der Region Schaffhausen verzeichneten sogar den nassesten November seit Messbeginn. (Bern, 16:09)

KULTUR

GRIECHENLAND: Der Eklat um die RĂŒckgabe von KunstschĂ€tzen aus dem British Museum an Griechenland könnte nach Ansicht von Kommentatoren den britischen Premierminister Rishi Sunak schĂ€digen.

Medien in beiden LĂ€ndern nannten am Mittwoch Sunaks kurzfristige Absage eines Treffens mit seinem griechischen Kollegen Kyriakos Mitsotakis „peinlich“, „kindisch“ und „unprofessionell“.

„Es war ein unglĂŒckliches Ereignis“, sagte Mitsotakis am Mittwoch. Aber: „Dadurch wurde die gerechte Forderung Griechenlands nach der Wiedervereinigung der Parthenon-Skulpturen nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in der Weltöffentlichkeit noch bekannter.“ (Athen/London, 17:50)

WISSENSCHAFT

ASTRONOMIE: Das Schweizer Weltraumteleskop Cheops hat ein besonderes neues Planetensystem mit sechs Planeten entschlĂŒsselt. Die Planeten umkreisen den rund 100 Lichtjahre entfernten Stern HD110067, wie eine am Mittwoch im Fachblatt „Nature“ veröffentlichte Studie zeigt.

„Es hat das Potenzial, das am besten erforschte Planetensystem zu werden, das wir kennen“, sagte Hugh Osborn von der UniversitĂ€t Bern am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Astrophysiker war an der Entdeckung des Planetensystems massgeblich beteiligt. (Bern/Genf, 14:00)

SPORT

ALLGEMEINES: Das Internationale Olympische Komitee erteilt den Schweizer PlĂ€nen fĂŒr die Winterspiele 2030 eine Abfuhr.

Es tritt nur mit der französischen Kandidatur in die Dialog-Phase und lÀsst die Bewerbungen aus der Schweiz und Schweden fallen. (Allgemeines, 18:29)

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