24 Juli 2021

Die Nachrichtenlage um 18 Uhr

Die Schlagzeilen:

VERMISCHTES

FERIENVERKEHR: Wer am Samstag per Auto in den Süden reisen wollte, musste mit viel Geduld ausgestattet sein: Nachdem die Fahrzeuge schon die ganze Nacht vor dem Nordportal des Gotthard-Tunnels standen, wuchs die Autoschlange am Samstag schnell auf eine Länge von 14 Kilometer an.

Bereits am frĂĽhen Morgen war die Kolonne zehn Kilometer lang, wie die TCS-Verkehrsinformationen via Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gaben. Die Autofahrerinnen und -fahrer mussten vor der Tunnel-Durchfahrt rund eine Stunde und 40 Minuten warten. (Amsteg UR, 17:29)

BRAND: Im Verbindungsgang zwischen zwei Schulpavillons in Zug sind am Freitagabend Gummimatten in Brand geraten. Die Freiwillige Feuerwehr Zug brachte das Feuer rasch unter Kontrolle. Drei zeuselnde Jugendliche sind nach ersten Erkenntnissen die Brandstifter.

Als sie mit dem Zeuseln aufhörten, löschten sie nicht alle Glut, wie die Kantonspolizei am Samstag mitteilte. So fingen die Gummimatten Feuer. Der Brand wurde um 20.30 Uhr gemeldet. Die brennenden Matten verursachten starken Rauch. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens war am Samstag nicht bekannt. (Zug, 15:55)

USA: Einen Monat nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses im US-Bundesstaat Florida mit Dutzenden Todesopfern hat die Feuerwehr ihre Bergungsarbeiten am Unglücksort beendet.

Die Teams seien in ihre Einsatzzentralen und zu ihren Familien zurĂĽckgekehrt, hiess es am Freitag (Ortszeit) in einem Tweet. Die BĂĽrgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, wĂĽrdigte die Einsatzkräfte als „wahre Superhelden“. Sie hätten nicht nur bei der Suche nach Opfern alles gegeben, sondern auch deren Angehörigen viel FĂĽrsorge und MitgefĂĽhl entgegengebracht. (Miami, 13:26)

POLITIK

IRAK: Nach dem Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit mindestens 30 Toten ist die verantwortliche Terrorzelle nach Angaben von Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi gefasst worden. Der Angriff sei demnach von einem „feigen“ Terroristennetzwerk geplant und ausgefĂĽhrt worden, teilte er am Samstag auf Twitter mit.

Bei dem Terroranschlag am Montag waren auch mindestens 50 Menschen verletzt worden. Der Selbstmordattentäter hatte sich auf einem belebten Markt in dem schiitischen Viertel Sadr City in die Luft gesprengt. Extremisten vom Islamischen Staat (IS) bekannten sich zu der Tat. (Bagdad, 17:32)

LIBANON: Der krisengeplagte und unter Kraftstoffmangel leidende Libanon erwirbt eine Million Tonnen Schweröl vom Irak. Beide Staaten unterzeichneten am Samstag einen entsprechenden Vertrag, wie das MedienbĂĽro des irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kasimi mitteilte. Bezahlen wird der Libanon demnach in „Dienstleistungen und Waren“. Nähere Angaben dazu gab es nicht.

Libanesische Behörden rechnen damit, dass die Öl-Lieferungen aus dem Irak die angespannte Lage im Land lindern können. Erst am Freitag hatten libanesische Ärzte vor den Auswirkungen des Treibstoffmangels auf die Krankenhäuser gewarnt. Sie befürchteten, in einigen Kliniken lebensrettende Gerätschaften nicht mehr lange betreiben zu können. (Bagdad/Beirut, 17:23)

INTERNATIONAL: WhatsApp-Chef Will Cathcart hat EnthĂĽllungen zur Ăśberwachungssoftware Pegasus der israelischen Firma NSO als „Weckruf“ bezeichnet. „Mobiltelefone sind entweder fĂĽr jeden sicher oder sie sind nicht fĂĽr jeden sicher“, sagte er der britischen Zeitung „The Guardian“ am Samstag. „Wenn das Journalisten auf der ganzen Welt betrifft, wenn das Verteidiger von Menschenrechten auf der ganzen Welt betrifft, dann betrifft das uns alle.“

Zuletzt wurde von einem Journalistenkonsortium international darĂĽber berichtet, dass mit der Software Pegasus Smartphones von zahlreichen Journalisten, Menschenrechtlern, Politikern und Geschäftsleuten ausgespäht worden sein könnten. Die aktuellen EnthĂĽllungen stimmten mit dem ĂĽberein, was WhatsApp NSO bereits 2019 vorgeworfen habe, erklärte Cathcart: Hochrangige Regierungsbeamte auf der ganzen Welt – darunter auch Personen in hohen Positionen der nationalen Sicherheit – seien bei einem Angriff auf 1400 WhatsApp-Nutzer im Jahr 2019 von Regierungen mit der Spionagesoftware ins Visier genommen worden. (Washington, 17:09)

POLEN: Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt kĂĽnftig ĂĽber eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal „Gazeta.pl“ am Samstag berichtete.

Die Änderung soll demnächst im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit in Kraft treten. Bisher galt, dass die Isolierung bereits nach zehn Tagen beendet werden kann, wenn der Betroffene keine Symptome mehr zeigt. Das Gesundheitsministerium in Warschau meldete am Samstag 122 Neuinfektionen und sechs Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben in dem EU-Mitgliedstaat 75 241 Infizierte. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner. (Warschau, 16:55)

SCHWEIZ – JAPAN: Bundespräsident Guy Parmelin hat in Tokio den japanischen Premierminister Yoshihide Suga getroffen. Suga sei bereit, Möglichkeiten zur Verbesserung des aktuellen Freihandelsabkommens auszuloten, sagte Parmelin am Samstagmorgen in einer Video-Schaltung.

Die Volkswirtschaften der beiden Länder seien stark miteinander verbunden. Es war das erste offizielle Treffen Parmelins anlässlich seines Aufenthalts in Japan. Die am Freitag geplanten Treffen mit Japans Kaiser Naruhito und Aussenminister Toshimitsu Motegi hatte der Bundespräsident wegen einer Panne des Bundesratsjets verpasst. (Bern, 11:43)

KULTUR

BADEN-WĂśRTTEMBERG: Deutschland kann sich mit neuen Welterbestätten schmĂĽcken. Die UN-Organisation fĂĽr Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) zeichnete Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen am Samstag zusammen mit acht anderen europäischen Kurorten als „Grosse Bäder Europas“ als Welterbe aus. Das zuständige Komitee der Unesco traf die Entscheidung auf seiner 44. Sitzung in der chinesischen Stadt Fuzhou. Mit dem begehrten Titel werden nur Kultur- und Naturstätten von herausragendem universellen Wert ausgezeichnet.

Die „Grossen Bäder Europas“ sind Kurorte, die vom späten 18. Jahrhundert bis ins frĂĽhe 20. Jahrhundert internationale Bedeutung erlangten. NatĂĽrliche Thermalwasser sind Grundlage einer Epochen ĂĽbergreifenden Tradition der europäischen Badekultur. Zu den elf Kurstädten, die den Welterbetitel erhielten, zählen auch Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes Königreich) sowie Karlsbad, Franzensbad und Marienbad aus der Tschechischen Republik. (Fuzhou, 16:12)

SPORT

KUNSTTURNEN: Die Schweizer Kunstturner erreichen in der Qualifikation ihr grosses Ziel und ziehen in den olympischen Teamfinal vom Montag ein.

Im zweiten Anlauf schaffte es die Generation um Pablo Brägger also doch noch. Dank einer bravourösen Teamleistung erreichte sie ihr grosses Ziel, einen Rang in den Top 8 an Olympischen Spielen. Viermal in Serie war dies der STV-Riege zuletzt an Weltmeisterschaften gelungen, doch ausgerechnet 2016 in Rio de Janeiro hatten dem Quartett die Nerven einen Streich gespielt. 1,3 Punkte fehlten damals zum Einzug in den Team-Final. (Kunstturnen, 17:38)