24 Februar 2021

Die Nachrichtenlage um 18 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

CORONAKRISE: Vor den Beratungen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs warnt die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, vor einer wirtschaftlichen Spaltung durch die Corona-Krise.

Die erwartete Konjunkturerholung könne von Land zu Land sehr unterschiedlich ausfallen, schrieb die Bulgarin am Mittwoch in einem Blog.

Der IWF rechnet nach dem historischen Einbruch im vergangenen Jahr 2021 zwar mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,5 Prozent und 2022 dann von 4,2 Prozent. Es bestehe aber das Risiko, dass sich die Industrieländer deutlich schneller erholten und ärmere Staaten noch auf Jahre unter der Pandemie litten. (Washington/Berlin, 16:45)

FLUGGESELLSCHAFTEN: Die Fluggesellschaften sehen nicht die erhofften Buchungen für Ferien- und Geschäftsreisen, um bald aus dem tiefen Corona-Loch zu kommen. Der Branchenverband IATA hat die Prognose deshalb nach unten korrigiert, wie Chefökonom Brian Pearce am Mittwoch in Genf sagte.

Die Menschen hätten aber grossen Nachholbedarf. Sobald sich die Infektionslage entspanne und Einreisebeschränkungen aufgehoben werden, geht der Verband davon aus, dass wieder deutlich mehr geflogen wird. (Genf, 16:19)

TOURISMUS: Der Einbruch des Luftverkehrs in Folge der Corona-Krise hat dem grössten britischen Flughafen London-Heathrow 2020 einen Milliardenverlust eingebrockt.

Das Minus von zwei Milliarden Pfund (2,57 Mrd. Franken) vor Steuern verdeutliche die „verheerenden“ Auswirkungen der Pandemie, teilte der Airport am Mittwoch mit.

Unter dem Strich betrug der Verlust 1,782 Milliarden Pfund, nach einem Nettogewinn von 413 Millionen Pfund im Vorjahr. Das Passagieraufkommen sei um knapp 75 Prozent auf 22,1 Millionen zurückgegangen und war damit so gering wie seit den 1970er Jahren nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Reisenden entfalle auf Januar und Februar 2020, also auf die Zeit vor der Pandemie. (London, 13:01)

POLITIK

BUNDESANWALTSCHAFT: Die Wahl eines neuen Bundesanwaltes oder einer neuen Bundesanwältin muss ein zweites Mal verschoben werden. Die parlamentarische Gerichtskommission (GK) kann der Vereinigten Bundesversammlung nach der zweiten Anhörungsrunde keinen Wahlvorschlag machen.

Zuletzt waren zwei Frauen und ein Mann im Rennen um die Nachfolge von Michael Lauber, der im vergangenen August vorzeitig aus dem Amt ausschied. Es waren Maria-Antonella Bino, Lucienne Fauquex und Félix Reinmann. Eigentlich hätte die Wahl in der bevorstehenden Frühjahrssession am 17. März stattfinden sollen. (Bern, 15:53)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: Der Bundesrat bleibt seinem eingeschlagenen Corona-Kurs weitgehend treu: Trotz Kritik in der Vernehmlassung verzichtet er auf umfassendere Ă–ffnungen per 1. März. Ab Montag dĂĽrfen alle Läden wieder öffnen, Restaurants bleiben dagegen bis auf weiteres zu.

Angesichts der fragilen epidemiologischen Lage verzichtete der Bundesrat am Mittwoch auch darauf, Restaurantterrassen bereits ab kommender Woche wieder zu öffnen, wie er mitteilte. Diesen rascheren Lockerungsschitt hatte unter anderem eine knappe Mehrheit der Kantone gefordert. (Bern, 15:00)

DÄNEMARK: Nach der umstrittenen Massenkeulung von Millionen Nerzen in Dänemark sucht die zuständige Behörde eine Firma, die viele der getöteten Tiere wieder ausgräbt und zur Verbrennung bringt.

Die Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen veröffentlichte am Mittwoch eine Ausschreibung für die Ausgrabung der Pelztiere aus ihren langen Massengräbern auf zwei Militäranlagen in der Region Mitteljütland und den anschliessenden Transport zu Müllverbrennungsanlagen. (Kopenhagen, 15:26)

CHINA: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Ungarn am Mittwoch als bisher einziges EU-Land mit der Verabreichung des chinesischen Impfstoffs von Sinopharm begonnen.

In den nächsten sieben Tagen sollen 275 000 Menschen mit dem in der EU nicht zugelassenen Mittel geimpft werden, erklärte die Oberste Amtsärztin Cecilia MĂĽller in einer Online-Pressekonferenz. „Damit unternehmen wir einen wichtigen Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus“, fĂĽgte sie hinzu.

In Ungarn gelangten bislang vor allem die Impfstoffe von Biontech-Pfizer, Moderna und Astrazeneca sowie in kleineren Mengen das russische Vakzin Sputnik V zum Einsatz. Angesichts des Mangels an westlichen Impfstoffen setzt der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban verstärkt auf die russischen und chinesischen Produkte. In Ungarn erhielten sie eine Notzulassung, zum Teil ohne eigene substanzielle Überprüfung. (Budapest, 14:10)

VERMISCHTES

TÖTUNGSDELIKT: In Wilchingen SH ist am Dienstagabend eine 80-jährige Frau erstochen worden. Der mutmassliche Täter war der 22-jährige Enkel des Opfers. Er nahm sich anschliessend das Leben.

Die Frau wurde um 22 Uhr schwerverletzt in einem Einfamilienhaus gefunden. Trotz sofortiger Rettungsmassnahmen starb sie noch am Tatort, wie die Schaffhauser Polizei am Mittwoch mitteilte. Der mutmassliche Täter, ihr Enkel, nahm sich im deutschen Lottstetten das Leben.

Laut Polizei befand er sich vor der Tat in fĂĽrsorgerischer Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Dazu war er seit 2017 vorbestraft wegen eines Vergehens gegen das Strassenverkehrsgesetz. (Wilchingen SH, 15:58)

UNFALL: Eine 65-jährige Frau ist am Mittwochmittag beim Wehr in Weinfelden TG in die Thur gefallen und konnte nur noch tot geborgen werden. Sie soll versucht haben, ihren Hund aus dem Fluss zu retten.

Kurz nach 12.20 Uhr ging bei der Notrufzentrale die Meldung ein, dass rund 400 Meter oberhalb des Thurwehrs eine Frau ins Wasser gefallen sei, wie die Thurgauer Polizei mitteilte. Einsatzkräfte hätten kurz darauf eine leblose Person beim Wehr entdeckt und sie geborgen. Sie konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. (Weinfelden, 16:56)

WETTER: So warm ist es im Februar selten. An einigen Stationen wurde am Mittwoch einer der zehn wärmsten Februar-Tage der letzten 60 Jahre registriert, wie SRF Meteo mitteilte.

Am extremsten sei es in La Chaux-de-Fonds NE mit 16,5 Grad gewesen. Dort sei der Rekord aus den Jahren 1990, 2008 und 2019 praktisch eingestellt worden, wie SRF Meteo auf Twitter schreibt.

Ăśber die 20-Grad-Marke kletterte das Thermometer aber nur in Chur. Dort wurde eine Temperatur von 20,2 Grad gemessen. Nur wenig darunter lagen die Temperaturen in Cadenazzo TI in der Magadinoebene mit 19,8 Grad und Sitten VS mit 19,5 Grad. (ZĂĽrich, 15:55)

GROSSBRITANNIEN: Eine Kiste mit mehreren FundstĂĽcken von den Reisen des britischen Forschers Charles Darwin (1809-1882) wird erstmals in seinem frĂĽheren Wohnhaus Down House in der englischen Grafschaft Kent ausgestellt. Das teilte die Stiftung English Heritage am Mittwoch mit.

Die einem Schmuckkästchen ähnelnde rote Leder-Box mit abschliessbaren Schubladen enthält mehrere Muscheln, die der BegrĂĽnder der Evolutionstheorie auf seiner Expedition mit dem Forschungsschiff „HMS Beagle“ fand. Ausserdem sind darin Haarlocken seiner Töchter Emma und Henriette sowie ein seidenes Taschentuch des Forschers. (London, 15:37)

KULTUR

DEUTSCHLAND: Die zwölfjährige Schauspielerin Helena Zengel, die für ihre Rolle in einem Western neben Tom Hanks für einen Golden Globe nominiert wurde, ist bestens auf die Nacht der Preisverleihung vorbereitet.

„Wir sind dann in einem sehr schönen Hotel – ich glaube, das wird bestimmt eine richtig tolle Nacht!“, sagte die SchĂĽlerin in Berlin in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. „Ich werde mir bestimmt Popcorn holen.“ Das Outfit komme von einem Designer. „Das wird so eine Art Jumpsuit, aber mit einem neumodischen Style.“ (Berlin, 16:24)

GROSSBRITANNIEN: Die „Beatlemania“ in Liverpool hat nun auch die Universität in der Heimatstadt der berĂĽhmten Band erreicht. Von September an werde der weltweit erste Master-Studiengang zu den „Fab Four“ angeboten, teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

„The Beatles: Music Industry and Heritage“ (Die Beatles: Musikindustrie und Erbe) richte sich an Interessenten aus der Musik- und Kreativwirtschaft, aber auch an Beschäftigte von Museen, Galerien sowie aus Tourismus- und Freizeitindustrie. (Liverpool, 14:44)

Veranstaltungen:

Im Moment sind keine Veranstaltungen geplant.

Bitte schauen Sie später wieder vorbei!