22 April 2021

Die Nachrichtenlage um 17 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

GELDPOLITIK: Europas W├Ąhrungsh├╝ter weiten trotz der dritten Corona-Welle ihre Anti-Krisenmassnahmen nicht aus. Sowohl das milliardenschwere Notkaufprogramm f├╝r Anleihen als auch die Zinsen bleiben unver├Ąndert.

Dies entschied der Rat der Europ├Ąischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt. Zugleich bekr├Ąftigte die Notenbank ihre Bereitschaft, alle ihre Instrumente gegebenenfalls anzupassen. ├ľkonomen erwarten, dass die steigenden Infektionszahlen und die damit verbundenen Einschr├Ąnkungen des ├Âffentlichen Lebens den erwarteten Konjunkturaufschwung verz├Âgern k├Ânnten. (Frankfurt/Main, 13:56)

GELDPOLITIK: Die Europ├Ąische Zentralbank (EZB) h├Ąlt den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der EZB-Rat nach Angaben der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt. (Frankfurt/Main, 13:51)

AUTOINDUSTRIE: Lieferengp├Ąsse bei Computerchips plagen die Autobauer schon l├Ąnger. W├Ąhrend die einen erfinderisch werden, schr├Ąnken andere die Produktion zeitweise ein.

Lieferengp├Ąsse f├╝r Computerchips machen den Autoherstellern weltweit weiterhin zu schaffen. Weil die Halbleiter auch nach Monaten noch Mangelware sind, setzen immer mehr Konzerne die Produktion zeitweise aus. Und sie werden erfinderisch.

So hat sich der Peugeot-Mutterkonzern Stellantis in der Zwischenzeit bei einem Modell eine ungew├Âhnliche L├Âsung ├╝berlegt. Beim Peugeot 308 soll nun wegen fehlender elektronischer Bauteile wieder ein analoges Zeiger-Tachometer eingebaut werden. Ein Unternehmenssprecher best├Ątigte am Donnerstag in V├ęlizy-Villacoublay bei Paris auf Anfrage entsprechende Medienberichte. (Bratislava/London/Paris, 16:14)

POLITIK

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2265 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 42 neue Todesf├Ąlle und 107 Spitaleinweisungen. (Bern, 13:40)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: In der Schweiz ist erstmals eine Jugendliche oder ein Jugendlicher im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verstorben. Das hat das Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) gemeldet.

Die Tamedia-Zeitungen berichteten am Donnerstag ├╝ber den Tod der jungen Person. Das BAG meldete f├╝r die letzte M├Ąrz-Woche den ersten Todesfall in der Altersgruppe der 10- bis 19-J├Ąhrigen im Zusammenhang mit Covid-19. Es pr├Ązisiert dabei nicht, ob die Person wegen oder mit einer Ansteckung mit dem Coronavirus verstorben ist. (Bern, 15:45)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: Der Bund hat zum Covid-Zertifikat einen ersten Entscheid getroffen: Eine L├Âsung des Bundesamts f├╝r Informatik (BIT) und ein Vorschlag von des SICPA/ELCA werden bis Mitte Mai weiter gepr├╝ft.

50 Bewerber hatten beim Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) eine technische L├Âsung f├╝r das Covid-Zertifikat eingereicht. Wie das BAG am Donnerstag mitteilte, werden zwei Angebote weiter gepr├╝ft. Eines des Bundesamtes f├╝r Informatik und eines des Lausanner Unternehmens SICPA in Zusammenarbeit mit der Z├╝rcher Firma ELCA. (Bern, 15:32)

CORONAVIRUS – SCHWEIZ: In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2265 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 42 neue Todesf├Ąlle und 107 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche lag die Zahl der gemeldeten Ansteckungen bei 2226. Gleichzeitig registrierte das BAG damals 21 neue Todesf├Ąlle und 115 Spitaleinweisungen.

Die Positivit├Ątsrate f├╝r die vergangenen zwei Wochen lag bei 9,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 330,2 laborbest├Ątigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. (Bern, 13:56)

RUSSLAND: Inmitten erh├Âhter Spannungen im Ukraine-Konflikt ist Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu auf die 2014 einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim gereist.

Schoigu habe am Donnerstag die Bereitschaft von Marine und Bodentruppen ├╝berpr├╝ft, die dort an einer Milit├Ąr├╝bung teilnehmen sollten, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Einige extra angereiste Einheiten sollten bis Anfang Mai an ihre festen Einsatzorte zur├╝ckkehren, sagte Schoigu sp├Ąter der Agentur Interfax zufolge. An der aktiven Phase der ├ťbung sollten laut Interfax mehr als 10 000 Soldaten sowie mehr als 40 Kriegsschiffe beteiligt sein. (Moskau, 15:56)

VERMISCHTES

T├ľTUNGSDELIKT: Ein Mann hat in Peseux NE am Donnerstag mutmasslich seine 34-j├Ąhrige Ehefrau erstochen. Die Neuenburger Polizei verhaftete den Tatverd├Ąchtigen.

Gegen 9 Uhr morgens ging bei der Notrufzentrale der Alarm ein, dass in einer Wohnung in der Rue du Chasselas in Peseux eine Person schwer verletzt wurde, wie die Staatsanwaltschaft und die Neuenburger Polizei am Donnerstag mitteilten. Vor Ort entdeckte die Polizei die schwer verletzte Eritreerin.

Sie wurde vom Rettungsdienst behandelt und dann mit einer Ambulanz in ein Spital gebracht, wo sie sp├Ąter verstarb. Die Polizei nahm den Ehemann des Opfers, der ebenfalls eritreischer Herkunft ist, kurz nach der Tat fest. (Peseux NE, 16:03)

ITALIEN: Seltener Besuch: Die ├╝berraschende Sichtung eines jungen Grauwals an der K├╝ste Italiens sorgt f├╝r Aufregung und Spekulationen ├╝ber dessen Herkunft. Denn die Riesentiere leben eigentlich in anderen Regionen der Erde, im Ostpazifik und im westpazifischen Gew├Ąssern.

Zuletzt wurde das offensichtlich neugierige Jungtier an der Mittelmeerk├╝ste in der N├Ąhe von Fiumicino bei Rom gesehen, wie die K├╝stenwache am Donnerstag berichtete.

Der etwa einj├Ąhrige Grauwal sei in den Vortagen schon am Golf von Neapel bei Sorrent und nahe der Insel Ponza herumgeschwommen. Auch vor der US-Marinebasis von Gaeta sei er gesichtet worden. Die K├╝stenwache forderte die Italiener auf, den Wal, der 15 Meter lang werden kann, in Ruhe zu lassen. (Rom, 15:49)

WETTER: Nachdem die Tiefstwerte im April ├╝berdurchschnittlich oft unter dem Gefrierpunkt lagen, sorgt das Hoch „Renate“ bis am Sonntagabend f├╝r Fr├╝hlingsgef├╝hle und Tagesh├Âchsttemperaturen teilweise ├╝ber 20 Grad. Der April 2021 d├╝rfte trotzdem zu k├╝hl ausfallen.

„Renate“, die sich von der Nordsee bis in die Alpen breitmacht, wird den bisher zu k├╝hlen April temperaturm├Ąssig noch etwas aufpeppen. Die angesagte milde Phase werde das Mittel noch etwas nach oben verschieben, teilte der Wetterdienst Meteonews am Donnerstag mit. (Bern, 11:15)

KULTUR

WELTTAG DES BUCHES: Die Deutschschweizer Buchh├Ąndlerinnen und Buchh├Ąndler haben „Hard Land“ von Benedict Wells zu ihrem Lieblingsbuch 2021 gek├╝rt. Das teilte der Schweizer Buchh├Ąndler- und Verleger-Verband SBVV anl├Ąsslich des Welttags des Buches (23. April) am Donnerstag mit.

Damit hat sich eine Geschichte durchgesetzt, die ihre Leserinnen mitnimmt ins Missouri des Jahres 1985. In diesem Sommer nimmt der 15-j├Ąhrige Sam einen Ferienjob in einem Kino an und zum ersten Mal erlebt er Freundschaft, die Liebe und den Tod. Die Coming-of-Age-Geschichte ist eine Hommage an Film und Musik der 1980er Jahre. Und: „Hard Land“ ist der f├╝nfte Roman des geb├╝rtigen M├╝nchners Benedict Wells, der heute in Z├╝rich lebt. (Z├╝rich, 15:00)

MUSEUM: Im Erweiterungsbau des Kunsthauses Z├╝rich erwacht das ├Âffentliche Leben: Noch bevor die Kunst im grossen Stil einzieht, ist das Publikum eingeladen. Bis 24. Mai ist der Chipperfield-Bau offen f├╝r einen ersten Augenschein.

Eingel├Ąutet im Wortsinn wird das neue Leben von einer Klanginstallation des Choreographen William Forsythe: Kirchenglocken und Triangeln in unterschiedlichen Gr├Âssen und damit Tonh├Âhen und Klangfarben sind ├╝ber mehrere R├Ąume verteilt und machen das Geb├Ąude zu einem Klangk├Ârper, wie Forsythe es gegen├╝ber dem Kunsthaus selbst ausgedr├╝ckt hat. (Z├╝rich, 11:40)

WISSENSCHAFT

NANOTECHNOLOGIE: Forschende der Empa und der ETH Z├╝rich haben Nanopartikel-Hybride aus der chemischen Verbindung Ceroxid und Bioglas hergestellt, die in menschlichen Zellkulturen multiresistente Bakterien aufsp├╝ren und abt├Âten. Davon berichten sie im Fachmagazin „Nanoscale“.

Gegen multiresistente Bakterien hilft kaum noch ein Antibiotikum. Dadurch k├Ânnen eigentlich harmlose Infektionen t├Âdlich enden. Einige Bakterienarten wie die sogenannten multiresistenten Staphylokokken (MRSA) verhalten sich ├╝berdies besonders trickreich: Sie dringen in K├Ârperzellen ein, wo sie f├╝r das Immunsystem unsichtbar bleiben. (D├╝bendorf ZH/Z├╝rich, 12:33)

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