29 September 2022

Die Nachrichtenlage um 14 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

RUSSLAND: Nach den völkerrechtswidrigen Scheinreferenden will Russlands Präsident Wladimir Putin die Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete bereits an diesem Freitag offiziell machen.

„Im Grossen Kremlpalast findet um 15.00 Uhr (14.00 Uhr MESZ) eine Zeremonie zur Unterzeichnung von Abkommen über den Beitritt neuer Gebiete in die Russische Föderation statt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag laut Agentur Interfax. International wird der Schritt nicht anerkannt. (Moskau, 12:21)

RUSSLAND: Nach den völkerrechtswidrigen Scheinreferenden will Russlands Präsident Wladimir Putin die Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete bereits an diesem Freitag offiziell machen.

„Im Grossen Kremlpalast findet um 15.00 Uhr (14.00 Uhr MESZ) eine Zeremonie zur Unterzeichnung von Abkommen über den Beitritt neuer Gebiete in die Russische Föderation statt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag laut Agentur Interfax. Peskow bestätigte auch einen Auftritt Putins.

International werden weder die inszenierten Abstimmungen im Osten und Süden der Ukraine noch die Annexion der besetzten Gebiete anerkannt. 2014 hatte Moskau sich bereits die Schwarzmeer-Halbinsel Krim einverleibt. Zusammen mit der Krim stehen knapp 20 Prozent des ukrainischen Territoriums unter russischer Kontrolle. (Moskau, 12:56)

PARLAMENT: Wegen eines Unwohlseins von Lukas Reimann (SVP/SG) hat der Nationalrat am Donnerstagvormittag seine Sitzung kurz unterbrechen müssen. Auf einem Video von Keystone-SDA war zu sehen, wie Reimann mit einer Ambulanz wegtransportiert wurde.

Kurz nach 10.00 Uhr unterbrach der Nationalrat seine Debatte zum Embargogesetz. Nachdem Reimann mit Besserungswünschen von Ratspräsidentin Irène Kälin (Grüne/AG) aus dem Saal gebracht worden war, nahm der Rat seine Diskussion wieder auf. Die Parlamentsdienste machten auf Anfrage keine Angaben zum Vorfall. (Bern, 11:23)

LANDWIRTSCHAFT: Bauern erhalten kein Geld, wenn sie ihren Kühen die Hörner belassen. Der Nationalrat ist gegen die Einführung eines „Hörnerfrankens“ in der Direktzahlungsverordnung. Als Zweitrat hat er am Donnerstag eine Motion des Solothurner SP-Ständerats Roberto Zanetti abgelehnt.

Mit 92 zu 86 Stimmen bei 13 Enthaltungen folgte die grosse Kammer dem Antrag der Minderheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N). Der Ständerat hatte den Vorstoss im Juni gutgeheissen. Nun ist er vom Tisch. (Bern, 11:10)

WIRTSCHAFT

KONJUNKTUR: Deutschland steuert nach Einschätzung führender Wirtschaftsforschungsinstitute direkt in eine Rezession – mit Wohlstandsverlusten und heftigen Folgen für Konsumentinnen und Konsumenten.

„Der Wohlstandsverlust durch den Abfluss von Einkommen durch die höheren Energiepreise wird auch längerfristig Bestand haben“, sagte Wirtschaftsforscher Torsten Schmidt vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag in Berlin. „Das ist kein vorübergehendes Phänomen, das wird uns länger beschäftigen.“ (Berlin, 12:15)

LUFTVERKEHR: Die Swiss heisst ein Treffen zwischen ihrem Chef und dem Präsidenten der Pilotengewerkschaft gut. Die Gewerkschaft Aeropers hatte ein solches vor zwei Tagen gefordert als Gegenvorschlag zum abgelehnten Schlichtungsverfahren.

Dafür fordert die Airline aber, dass die Piloten bis Ende Oktober nicht streiken. Die Airline begrüsse den Vorschlag für weitere Verhandlungstermine, heisst es in einer internen Mitarbeiterinformation der Swiss vom Donnerstagmorgen, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt. Die Swiss habe dem Vorstand von Aeropers drei Termine mit ihrem CEO Dieter Vranckx und dem operationellen Chef Oliver Buchhofer in der kommenden Woche angeboten. (Zürich, 11:03)

AUTOINDUSTRIE: Inmitten angespannter Finanzmärkte wagt der Sportwagenbauer Porsche den Schritt an die Frankfurter Börse. Der Handelsauftakt für die Stuttgarter verlief ordentlich – der grosse Höhenflug blieb aber aus.

Der Autobauer Porsche hat inmitten eines schwierigen Marktumfelds einen ordentlichen Börsenstart hingelegt. Kurz nach dem Handelsstart am Donnerstag kletterte die Aktie des Autobauers um knapp zwei Prozent über den Ausgabepreis auf 84,00 Euro. Die Vorzugsaktien der Konzernmutter Volkswagen sackten hingegen deutlich um 5,5 Prozent ab. Mit einem Erlös von 9,4 Milliarden Euro für Volkswagen ist es der grösste deutsche Börsengang seit der Deutschen Telekom 1996. (Frankfurt/M., 10:29)

VERMISCHTES

USA: „Ian“ ist als einer der stärksten Hurrikans in der Geschichte Floridas auf Land getroffen und hat dem US-Bundesstaat heftige Winde, Regen und Sturmfluten gebracht.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde erreichte der Sturm am Mittwochnachmittag (Ortszeit) die Westküste des Sonnenstaates und lag dabei nur knapp unterhalb der Schwelle zur höchsten Hurrikan-Kategorie, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Auf seinem Weg ins Landesinnere Floridas schwächte sich der Sturm dann ab. (Cape Coral, 11:37)

BUNDESGERICHT: Die Schokoladehasen des Detailhändlers Lidl gleichen jenen des Schokoladeherstellers Lindt & Sprüngli zu stark. Deshalb darf Lidl seine Hasen wegen Verwechslungsgefahr nicht mehr verkaufen und muss Restposten vernichten. Das hat das Bundesgericht entschieden.

Wie es am Donnerstag mitteilte, hat das Gericht eine Beschwerde von Lindt & Sprüngli gegen einen Entscheid des Aargauer Handelsgerichts gutgeheissen. Dieses lehnte 2021 eine Forderung des Zürcher Luxusschokoladenproduzenten ab, Lidl dürfe seinen in Goldfolie oder andersfarbig verpackte Hasen nicht mehr verkaufen und müsse noch vorhandene Exemplare vernichten. (Lausanne, 11:30)

KRIMINALITÄT: Am vergangenen Sonntagmorgen ist in Bergdietikon AG eine Frau tot in ihrem Badezimmer aufgefunden worden. Ein 47-jähriger Mann aus dem Umfeld der Verstorbenen ist festgenommen worden. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen des Verdachts der vorsätzlichen Tötung.

Wie die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, hat die zuständige Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft für den Beschuldigten beantragt. Es gelte die Unschuldsvermutung. (Bergdietikon AG, 11:08)

WISSENSCHAFT

KLIMA: Ein Sommer wie der diesjährige könnte in den kommenden Jahrzehnten normal sein. Klimaforschende der Universität Bern formulierten drei Szenarien, wie Schweizer Sommer bis Ende des Jahrhunderts sein könnten.

Im schlechtesten Szenario wäre der Sommer 2022 ein kühler Sommer gewesen. Dies wäre der Fall, wenn die Treibhausgase in den kommenden Jahrzehnten nicht markant gesenkt würden, wie das Forschungsteam um Klimatologin Noemi Imfeld der Universität Bern in einem publizierten Artikel im Heft „Hitze- und Trockensommer in der Schweiz“ schrieb. (Bern, 09:57)

SPORT

SCHWEIZER CUP: Zwei Achtelfinals im Schweizer Cup finden wie erwartet erst im kommenden Jahr statt.

Weil in der Super League die Partie Luzern gegen Basel am 9. November nachgeholt werden muss, wird der FC Luzern im Cup erst am 31. Januar auswärts gegen den FC Thun antreten. Basel spielt einen Tag später bei den Grasshoppers.

Die weiteren Cup-Achtelfinals finden wie vorgesehen in der zweiten November-Woche statt. Rotkreuz – Schaffhausen und Arbedo-Castione – St. Gallen spielen am 8. November, Wil – Sion, Lausanne-Sport – Young Boys, Wohlen – Servette und Lugano – Winterthur sind auf den 9. November angesetzt. (Fussball, 11:14)

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