24 Februar 2021

Die Nachrichtenlage um 13 Uhr

Die Schlagzeilen:

POLITIK

INTERNATIONAL: Die USA vollziehen ihre Kehrtwende von der Trump-Politik nun auch im UN-Menschenrechtsrat: Das Land werde sich im kommenden Jahr wieder um einen Sitz bewerben, k√ľndigte Aussenminister Antony Blinken am Mittwoch an.

Die Vorgänger-Regierung unter Ex-Präsident Donald Trump war 2018 aus dem Rat ausgeschieden, unter anderem mit dem Hinweis, am Tisch sässen zu viele Länder, die Menschenrechte nicht achteten, und der Rat sei gegen Israel voreingenommen.

Die UN-Vollversammlung w√§hlt 47 L√§nder f√ľr jeweils drei Jahre in den Rat. Sie nehmen bei drei Sitzungen im Jahr die Lage in einzelnen L√§ndern oder zu thematischen Schwerpunkten unter die Lupe. Alle L√§nder k√∂nnen jederzeit als Beobachter an den Sitzungen teilnehmen und sich zu Wort melden, aber nur die 47 Mitgliedsl√§nder k√∂nnen √ľber die Resolutionen abstimmen. (Genf, 11:35)

WEF: Nach Kritik aus Politik und Zivilgesellschaft will sich das World Economic Forum (WEF) stärker an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen beteiligen. So kann der Beitrag Bundes an die nächsten drei Jahrestreffen auf 2,55 Millionen Franken pro Jahr gesenkt werden.

F√ľr den Bundesrat bleibe das WEF eine „wichtige Plattform f√ľr die Schweizer Beh√∂rden“, um die Anliegen gegen√ľber ausl√§ndischen Partnern aus Wirtschaft und Politik zu vertreten. Das teilte das Departement f√ľr Verteidigung, Bev√∂lkerungsschutz und Sport (VBS) am Mittwoch mit. (Bern, 11:19)

DEUTSCHLAND: Der mutmassliche Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Walaa, ist zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Drei Mitangeklagte erhielten am Mittwoch im Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle Haftstrafen zwischen gut vier und acht Jahren.

Das Gericht erkl√§rte Abu Walaa wegen Unterst√ľtzung und Mitgliedschaft in der Terrororganisation f√ľr schuldig. Der 37-j√§hrige Hassprediger aus dem Irak und sein Netzwerk haben nach √úberzeugung der Richter junge Leute vor allem im Ruhrgebiet im Land Nordrhein-Westfalen sowie in Niedersachsen radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete nach Syrien und in den Irak geschickt. (Celle, 11:10)

CORONAVIRUS – GRAUB√úNDEN: Die B√ľndner Skigebiete bleiben bis zum Ende der laufenden Wintersaison offen. Die Regierung hat ihre entsprechende Bewilligung verl√§ngert.

Zum Entschluss beigetragen hätten das umfangreiche Testkonzept sowie die Beurteilung der epidemiologischen Lage, teilte die Kantonsregierung in Chur am Mittwoch mit. Die Auswertung der Daten der Pilot-Flächentests habe gezeigt, dass die Pandemie mit regelmässigen Flächentests eingedämmt werden könne. (Chur, 10:19)

WIRTSCHAFT

BEKLEIDUNG: Der fr√§nkische Sportartikelhersteller Puma plant nach einem Gewinneinbruch angesichts geschlossener L√§den in Europa auch f√ľr das laufende Jahr vorsichtig.

Der Umsatz sank wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr währungsbereinigt um gut ein Prozent auf 5,23 Milliarden Euro, wie die weltweite Nummer drei am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) halbierte sich auf 209 (2019: 440) Millionen Euro. „2020 war definitiv das schwierigste Jahr, das ich jemals erlebt habe“, sagte Vorstandschef Bj√∂rn Gulden. Puma will eine Dividende von 16 Cent je Aktie zahlen. F√ľr 2019 hatte der Konzern eigentlich 50 Cent geplant, musste wegen eines staatlichen Corona-Hilfskredits aber darauf verzichten. (M√ľnchen, 08:35)

KONJUNKTUR: Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2020 stärker gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Bislang war es nur von einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent ausgegangen. Steigende Exporte und der anhaltende Bauboom machten am Jahresende die R√ľckg√§nge bei Konsum und Investitionen mehr als wett. Im Sommerquartal 2020 hatte es noch zu einem Plus von 8,5 Prozent gereicht, nachdem die Wirtschaft im ersten Halbjahr wegen der ersten Pandemie-Welle stark geschrumpft war. (Berlin, 08:20)

LUFTVERKEHR: Die US-Luftfahrtbeh√∂rde FAA hat f√ľr bestimmte Triebwerke von Pratt & Whitney besondere Tests angeordnet.

Dabei sollen bei den Triebwerkstypen, deren Teile am Samstag im Flug von einer Boeing 777 abgefallen waren, die Turbinenschaufeln mit einem Wärmebild-Verfahren untersucht werden, wie die US-Behörde am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Man werde diese Testergebnisse eng verfolgen und diese entsprechend mit den anderen Erkenntnissen aus der laufenden Untersuchung des Vorfalls bei weiteren Entscheidungen ber√ľcksichtigen. (Washington, 07:46)

DETAILHANDEL: Der Detailh√§ndler Valora hat im Jahr 2020 wegen der Coronapandemie einen Verlust eingefahren. Mit einer Normalisierung der Gesch√§fte wird fr√ľhestens im zweiten Halbjahr 2021 gerechnet.

Der Nettoumsatz ging im Jahr 2020 um 15 Prozent auf bei 1,70 Milliarden Franken zur√ľck. Der Betriebsgewinn (EBIT) blieb aber mit 14,1 Millionen im positiven Bereich und am oberen Ende der Prognosen, teilte Valora am Mittwoch mit.

Unter dem Strich resultierte aber ein Fehlbetrag von 6,2 Millionen nach einem Gewinn von 73,7 Millionen im Vorjahr. Auf die Aussch√ľttung einer Dividende wird erneut verzichtet. (Muttenz, 07:39)

VERMISCHTES

T√ĖTUNGSDELIKT: In einer Wohnung in Buchs SG ist es am Dienstagabend zu einem Streit zwischen einem 24-j√§hrigen Somalier und einer 22-j√§hrigen Schweizerin gekommen. Die Frau wurde von dem Mann so schwer verletzt, dass sie starb. Die Polizei nahm ihn fest.

Die Rettung hatte kurz nach 21.30 Uhr die Meldung √ľber eine verletzte Frau in einer Wohnung an der Wiedenstrasse erhalten. Aufgrund des Verletzungsbildes sei die Kantonspolizei alarmiert worden, die mit einem Grossaufgebot ausr√ľckte, informierte die St. Galler Polizei am Mittwoch. Trotz langer Reanimation verstarb die 22-j√§hrige Frau noch vor Ort. (Buchs, 11:20)

T√ĖTUNGSDELIKT: In Wilchingen SH ist am Dienstagabend eine Frau get√∂tet worden. Der mutmassliche T√§ter war mit dem Opfer verwandt und hat sich danach das Leben genommen.

Die Frau wurde um 22 Uhr schwerverletzt in einem Einfamilienhaus gefunden. Trotz sofortiger Rettungsmassnahmen starb sie noch am Tatort, wie die Schaffhauser Polizei am Mittwoch mitteilte. Der mutmassliche Täter nahm sich im deutschen Lottstetten das Leben.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Angaben macht die Polizei derzeit nicht. (Wilchingen SH, 10:34)

KULTUR

LITERATUR: In „Hard Land“ begleitet Benedict Wells seinen Helden Sam durch die 1980er-Jahre im l√§ndlichen Missouri und erz√§hlt mit viel Schmelz vom Schmerz des Erwachsenwerdens. Ein Entwicklungsroman mit poppigem Soundtrack.

Ist es m√∂glich, dass ein gerade mal 20-J√§hriger √ľber Menschen und ihre Beziehungen schreibt wie ein reifer Mann mit viel Lebenserfahrung? Diese Frage stellte sich, als Benedict Wells 2008 seinen Roman „Becks letzter Sommer“ herausbrachte. Damals war der geb√ľrtige M√ľnchner als j√ľngster Autor beim Z√ľrcher Diogenes-Verlag unter Vertrag. (Bern, 07:00)

SPORT

GOLF: Tiger Woods zog sich bei seinem schweren Autounfall mehrere offene Br√ľche zu.

„Offene Tr√ľmmerbr√ľche, die den oberen und unteren Teil des Schien- und Wadenbeins betroffen haben, wurden durch einen Stab im Schienbein stabilisiert“, zitiert Woods‘ Management den behandelnden Arzt in einem auf Twitter verbreiteten Communiqu√©. Weitere Knochenverletzungen im Fuss und Kn√∂chel seien mit Schrauben und Pins stabilisiert worden.

Der 45-Jährige ist gemäss der Meldung seines Managements wach und ansprechbar. Weitergehende Angaben werde es vorerst nicht geben. Ob Woods bei dem Unfall nur am rechten Bein oder, wie von den Behörden zuvor angegeben, doch an beiden Beinen verletzt wurde, ging aus der Stellungnahme nicht hervor. (Golf, 08:29)

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